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Was ist zu tun, wenn ein Verdachtsfalls 

auf Maul- und Klauenseuche auftritt? Das wurde am Samstag geprobt.
kla
12.06.2010

Maul- und Klauenseuche: Ernstfall geprobt

MÜHLACKER-ENZBERG. Sie ist eine der gefürchtetsten Tierkrankheiten überhaupt: die Maul- und Klauenseuche. Bei einer gemeinsamen Übung von Polizei, Feuerwehr und verschiedenen Fachbehörden wurde angenommen, das gefährliche Virus sei auf dem Tailfinger Hof festgestellt worden. Der Bauernhof zwischen Enzberg und Ötisheim wurde daraufhin abgeriegelt.

Die Maul- und Klauenseuche ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung bei Rindern und Schweinen. Auch andere Paarhufer wie Rehe, Ziegen und Schafe können sich infizieren. Die Krankheit breitet sich rasend schnell aus. Deshalb müssen betroffene Bauernhöfe völlig isoliert werden.

Das wurde am Samstag geübt. Die Feuerwehren aus Mühlacker, Niefern-Öschelbronn und Illingen waren mehrere Stunden gefordert. Unter Leitung des stellvertretenden Kreisbrandmeister Michael Szobries aus Niefern-Öschelbronn bauten sie eine Entseuchungsanlage auf, um eine Übertragung des Virus zu verhindern. Zwei Tierärzte waren vor Ort. Im Landratsamt Enzkreis beriet Kreisbrandmeister Ingebert Fürtsch zusammen mit Fachleuten über notwendige weitere Maßnahmen. Im Ernstfall wären alle Tiere des Tailfinger Hofes gekeult worden, bei Infektionsverdacht auch das Vieh der Nachbarhöfe. Für Landwirtin Jutta Rometsch „Wäre dies eine Katastrophe, wir stünden vor dem Nichts“, erklärte sie gegenüber PZ-News. Sie begrüße die Übung, denn im Ernstfall müsse bei einer derart gefährlichen Krankheit sehr schnell gehandelt werden. jtm