nach oben
Max Giesinger wurde bei den MTV Awards ausgezeichnet. Er wurde "Best German Act". 
Max Giesinger wurde bei den MTV Awards ausgezeichnet. Er wurde "Best German Act".  © dpa
07.11.2016

Max Giesinger erhält MTV-Award als „Best German Act“ - Beyoncé geht leer aus

Kanadas Superstar Justin Bieber ist bei der MTV-Verleihung erneut der große Gewinner. Der 22-jährige Sänger erhielt am Sonntagabend in Rotterdam drei EMAs und ist nun mit insgesamt 22 Trophäen erfolgreichster Künstler der MTV EMAs. Für andere Favoriten war die Gala dagegen eine Enttäuschung. Für den aus unserer Region stammenden Singer/Songwriter Max Giesinger dagegen lief es super.

Giesinger stammt aus Busenbach, einem Ortsteil von Waldbronn im Landkreis Karlsruhe, machte sein Abitur auf dem Gymnasium Karlsbad und hatte damals in Pforzheim und im Enzkreis auf diversen Festen erste Auftritte. Und jetzt gab es für den früheren Halbfinalisten bei der Castingshow „The Voice of Germany“ nach seinem nationalen Durchbruch und Charts-Erfolg auch noch eine MTV-Ehrung. Für Deutschland hatte Max Giesinger („80 Millionen“) bereits in der Nacht zum Samstag in Berlin den Preis für den „Best German Act“ erhalten.

Top-Favoritin Beyoncé, die wie Bieber fünfmal nominiert worden war, ging leer aus. Auch der britische Superstar Adele, viermal nominiert, erhielt bei der Gala in der niederländischen Hafenstadt keinen Preis. Überraschende Sieger waren Shawn Mendes, das US-Duo Twenty One Pilots und der niederländische DJ Martin Garrix mit je zwei Auszeichnungen.

Doch auch der erfolgsverwöhnte Bieber erlitt eine Niederlage. Sein 18-jähriger Landsmann Shawn Mendes (2 EMAs) stieß ihn vom MTV-Thron als bester männlicher Künstler. In den vergangenen sechs Jahren hatte Bieber diesen Preis gewonnen. Kleiner Trost: Biebers Hit „Sorry“ wurde zum besten Song gekürt und gewann auch noch den Preis für die größte Fangemeinde.

Beste weibliche Künstlerin wurde Lady Gaga, die auf einer Videobotschaft ein neues Album versprach. Die Schwedin Zara Larsson gewann die Trophäe in den Kategorien beste neue Künstlerin und „Best Worldwide Act“.

Die Sängerin und Songschreiberin Bebe Rexha („In the Name of Love“) aus den USA hatte das Spektakel aus der Rotterdamer Konzerthalle Ahoy in stets wechselnden Roben präsentiert. Weltweit erlebten Millionen Fans live eine atemberaubende Show.

Auf schwebenden Bühnen traten unter anderem die Rockbands Kings of Leon und OneRepublic auf. Live dabei waren auch die Sänger Bruno Mars, Shawn Mendes, DNCE, The Weeknd und Lukas Graham.

Zum Abschluss heizte die legendäre Punkrock-Band Green Day mit ihrem Erfolgshit „American Idiot“ den Fans noch einmal richtig ein. MTV hatte die Gruppe mit dem „Global Icon Awards“ geehrt, weil sie seit über 20 Jahren Musikgeschichte geschrieben hätten.

Green Day nutzte den Auftritt auch für eine politische Botschaft. Sie seien sehr froh, dass sie die USA verlassen und damit dem „entsetzlichen Wahlkampf“ entkommen konnten, sagte Leadsänger Billie Joe Armstrong. „Die USA erleiden gerade einen großen kollektiven Herzinfarkt.“

Die Trophäe des Musiksenders war in diesem Jahr knall-lila - eine Verbeugung für Prince („Purple Rain“), der im April gestorben war. „Prince war ein Genie“, sagte Bebe Rexha. „Er wird immer Mitglied der MTV-Familie bleiben.“