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Arthur Grupp präsentiert seine neuste Medaille „Pax & Patria“.Foto: Hazelidine
Arthur Grupp präsentiert seine neuste Medaille „Pax & Patria“.Foto: Hazelidine
24.10.2016

Medaillen aus Tiefenbronn weltweit bewundert

Tiefenbronn. Medaille von Arthur Grupp auf internationaler Fachausstellung zu sehen. Tiefenbronner hat bereits Vorlagen für einzelne Währungen geliefert.

Das Schicksal der Kinder liegt mir sehr am Herzen“, damit erklärt Arthur Grupp aus Tiefenbronn, mit welcher Intention er das Motiv seiner neuen Medaille entworfen hat. Ein verwundeter Junge sitzt mit einer Taube in der Hand vor brennenden Gebäuden. Die Umgebung ist komplett zerstört. Wenn man die Medaille dreht, erkennt man den Schriftzug „Wo ist der Friede, Wo ist meine Heimat, Where is the peace, Where is my home“. Durch symbolische Einschusslöcher wird nochmals die zerstörte Welt des Jungen verdeutlicht.

Mit dieser Medaille wurde Arthur Grupp, der schon seit den 1960er-Jahren Medaillen fertigt, dieses Jahr erneut ausgewählt, Deutschland bei der Weltausstellung der internationalen Gesellschaft für Medaillenkunst zu vertreten. Insgesamt 60 Künstler haben ihre Werke eingereicht. 34 davon wurden ausgewählt, um nun in Museen auf der ganzen Welt ausgestellt zu werden.

Die Weltausstellung findet immer im Abstand von zwei Jahren statt und hat schon in Städten auf der ganzen Welt gastiert. So waren die Medaillen 2010 in Finnland und 2014 in Bulgarien zu Gast.

Arthur Grupp, der 1944 mit seiner vielseitigen Laufbahn als Stahlgraveur, Kupferstechermeister, Münzdesigner und technischer Lehrer begann, kam in seinem Leben schon viel durch die Welt. Als er 1997 mit seiner Familie in die Schweiz auswanderte, half er dort, in einem Unternehmen die Medaillenbranche zu etablieren. Nach zehn Jahren in der Nähe von Luzern trieb es den heute 87-Jährigen nach Pforzheim.

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