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Am Südostgiebel des Bürgerhauses (im Bild) könnten eine Brandschutztreppe und ein Aufzug angebaut werden.   Manfred Schott
Am Südostgiebel des Bürgerhauses (im Bild) könnten eine Brandschutztreppe und ein Aufzug angebaut werden. Manfred Schott
12.05.2019

Mehr Brandschutz fürs Bürgerhaus

Kämpfelbach. Der Gemeinderat Kämpfelbach macht mit dem geforderten Brandschutz und der notwendigen Barrierefreiheit im Ersinger Bürgerhaus ernst. In der jüngsten Sitzung wurde das Architekturbüro Frank Morlock beauftragt, für diese beiden Maßnahmen Planentwürfe mit Alternativen auszuarbeiten und die Kosten dafür zu berechnen.

Im denkmalgeschützten Bürgerhaus von 1598 haben auf drei Geschossen mehrere Vereine ihr Domizil. Außerdem befindet sich im Erdgeschoss die Katholische Bücherei und im Obergeschoss der Sitzungssaal des Gemeinderates. Auf den beiden Dachgeschossebenen hat der Verein für Heimatpflege und Kultur das Kämpfelbacher Heimatmuseum eingerichtet.

Wie Bürgermeister Udo Kleiner berichtete, wurden die Mängel schon Anfang 2014 diskutiert. Der Rat habe von einem Architekten vorgeschlagene Maßnahmen damals abgelehnt.

Bei der Brandverhütungsschau des Landratsamtes im Juni 2017 wurden die Mängel erneut festgesellt und es wurde ein umfassendes Brandschutzkonzept von der Gemeinde gefordert. Ein Planungsbüro stellte fest, dass so die Nutzung des Gebäudes auf maximal 29 Personen beschränkt werden müsste, also eine Nutzung als Versammlungsstätte nicht mehr möglich sei.

„Jetzt muss schnell was getan werden“, sagte Eddi Vögele (FWV). Auch die Barrierefreiheit müsse angegangen werden. Dem pflichtete Thomas Seyffarth (SPD) bei und erinnerte an den früheren Architektenvorschlag für einen Außenaufzug an der südöstlichen Giebelseite, der mit einer Außentreppe als zweitem Rettungsweg verbunden werden könnte. Auch die CDU-Fraktion ist mit dieser Vorgehensweise einverstanden. Christine Fischer (LMuU) sieht eine vierjährige Forderung erfüllt. ott