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Für stolze 60 Jahre Engagement in der Feuerwehr Birkenfeld wurden (vorne von links) Hans Stepper und Theo Vester sowie für 50 Jahre Roland Rothfuß geehrt. Bürgermeister Martin Steiner (links) überreichte die Ehrenurkunden im Beisein von Kreisbrandmeister Christian Spielvogel (von rechts), Kommandant Frank Oelschläger und vielen beförderten Mitgliedern. Marc Ochner (hinten links) wurde zum Vize-Kommandanten gewählt. Foto: Molnar
Für stolze 60 Jahre Engagement in der Feuerwehr Birkenfeld wurden (vorne von links) Hans Stepper und Theo Vester sowie für 50 Jahre Roland Rothfuß geehrt. Bürgermeister Martin Steiner (links) überreichte die Ehrenurkunden im Beisein von Kreisbrandmeister Christian Spielvogel (von rechts), Kommandant Frank Oelschläger und vielen beförderten Mitgliedern. Marc Ochner (hinten links) wurde zum Vize-Kommandanten gewählt. Foto: Molnar
05.02.2017

Mehr Gefahrenstoffeinsätze für die Feuerwehr in Birkenfeld

Birkenfeld. 78-mal ist die Gesamtfeuerwehr Birkenfeld im vergangenen Jahr alarmiert worden. Ein Einsatz stach besonders heraus – der Brand in der Bibliothek am 16. August. „Das Feuer konnte relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden“, sagte Kommandant Frank Oelschläger bei der Hauptversammlung.Bürgermeister Martin Steiner lobte das besonnene Vorgehen der Wehr, die leistungsstark und gut ausgebildet sei. 2016 rückte diese bei insgesamt 14 Brandeinsätzen und 36 technischen Hilfeleistungen aus.

Die Brandmeldealarme gingen von 25 auf 15 zurück, dafür gab es 16 Türöffnungen. 2200 Stunden investierten die Floriansjünger in Einsätze. „Auffallend ist die Häufung von Gefahrenstoffeinsätzen“, so Oelschläger. Neun Vorfälle habe es 2016 gegeben. Solche Einsätze erforderten eine andere Vorgehensweise und Schutzkleidung, teils sogar schweren Chemikalienschutz. Dass sich die Wehr auch künftig darauf einstellen muss, liegt daran, dass mehrere Firmen im Bereich Galvanik in Birkenfeld angesiedelt sind. Und: „Die Gemeinde wird wachsen“, betonte Steiner diesbezüglich. Umso wichtiger sei es, eine entsprechende Ausstattung zur Verfügung zu stellen.

„Bei der Feuerwehr gab es keine Kürzungen“, so der Verwaltungschef mit Blick auf den Haushalt. Die Gelder für das neue HLF 10 in Gräfenhausen seien bereitgestellt. Er machte aber auch deutlich, dass die Ausgaben der Gemeinde in vielen Bereichen zunähmen. Kritisch betrachtete er die Zuschüsse im Feuerwehrwesen und wie das Land mit der Kommune umgehe – wohlwissend, dass der Bedarf steige. „Ich fühle mich ein wenig im Stich gelassen“, so Steiner. Was ihm ebenfalls stinkt, sei das zunehmende Anspruchsdenken der Bevölkerung – und die Sensationsgier.

Bei fünf Ab- und sieben Zugängen umfasst die Wehr aktuell 154 Mitglieder, davon 78 Aktive mit acht Frauen. Die Altersabteilung zählt 31 Männer und eine Frau. „Wir haben eine verlässliche Jugendarbeit“, freute sich Oelschläger. 25 Jugendliche (davon 14 Mädchen) und 19 Kinder (davon sechs Mädchen) arbeiteten erfolgreich zusammen. In Sachen Tagesverfügbarkeit gebe es noch Potenzial. Positiv sei, dass 16 Mann eine Doppelmitgliedschaft hätten. Sie kämen aus Straubenhardt oder Neuenbürg und seien in Birkenfeld berufstätig, könnten dort also tagsüber eingesetzt werden. Es gebe aber noch 30 weitere, vor Ort beschäftigte Feuerwehrleute, die keine Doppelmitgliedschaft hätten und angeworben werden sollten.

Thema 2017 wird neben der Beschaffung des HLF 10 auch die Umstellung der Einsatzkleidung und Fortschreibung des Feuerwehr-Bedarfsplanes sein. Zum stellvertretenden Kommandanten wurde Marc Ochner mit 42 Stimmen und einer Enthaltung gewählt. Für 60 Jahre Treue wurden Hans Stepper und Theo Vester geehrt, für 50 Jahre Roland Rothfuß. Befördert wurden Detlef Dröst, Andreas Moser, Samuel Becht, Kai Wolfinger, Fatih Belkuyu und Martin Augenstein.