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Ausgehend vom Motor kam es nach einem Unfall zu diesem Brand auf der B 294 an der Abzweigung nach Kieselbronn. Foto: Seibel, PZ-Archiv

Mehrere Autobrände im Februar: Heiße Gefahr auf der Straße

Ein heißer Sommertag, eher ruhiger Verkehr auf der A 5 bei Rastatt, plötzlich bemerkt der Königsbacher am Steuer Flammen, die aus den Kühlungsrippen hinter den Sitzen seines Lamborghini schlagen.

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Audi brennt nach Auffahrunfall auf B294 aus

Der Mann hat der PZ erzählt, mit welcher Angst er den Wagen in eine Ausfahrt und an den Straßenrand steuerte und bremste und welches Trauma das bei seiner Frau ausgelöst hat. Der Fall vom Juli 2015 hat für Aufsehen gesorgt. Und doch ist ein Brand während der Fahrt eine Ausnahme. Auch die Fahrzeugbrände in der Region in den vergangenen Tagen hatten ganz unterschiedliche Gründe.

Sowohl der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Enzkreis, Markus Haberstroh aus Knittlingen, als auch Ralf Minet von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Karlsruhe unterstreichen, dass bei einem Unfall die Aufprallwucht schon vergleichsweise groß sein muss, damit ein Fahrzeug sofort in Flammen aufgeht. Dass dies gleichwohl immer wieder vorkommen kann, ist Jahr für Jahr sowohl dem Unfallgeschehen auf der durch den Enzkreis führenden Autobahn A 8 zu entnehmen, als auch anderen Fällen in der Region, wie Anfang Februar auf der Bundesstraße 294 zwischen Pforzheim-Nord und Bauschlott. Auf Höhe der Abzweigung nach Kieselbronn hatte ein Fahrzeug verkehrsbedingt anhalten müssen. Ein unaufmerksamer Fahrer prallte von hinten mit großer Wucht auf. Im Polizeibericht wurde zum folgenden Geschehen vermerkt: „Unmittelbar nach dem Unfall ließ sich an dem Audi der Motor nicht mehr ausschalten. Zudem fing das Fahrzeug plötzlich Feuer und brannte schließlich vollständig aus, wobei auch Teile der Fahrbahn in Mitleidenschaft gezogen wurden.“

Haberstroh und Minet unterstreichen, dass es insbesondere bei den Gründen, warum Fahrzeuge im ruhenden Verkehr in Brand geraten, kein Schema gebe. Tatsächlich seien oftmals technische Gründe ausschlaggebend, die unterschiedlicher Natur sein könnten. Von porösen Kraftstoffleitungen gingen besonders große Gefahren aus, denn sowohl im Motorbereich als auch bei der Auspuffanlage könne große Hitze entstehen, was zu einer Entzündung des Treibstoffs führen könne.

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