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Kleinbahnpräsident Martin Böhringer (links) und der stellvertretende Vorsitzende Thomas Oertle präsentieren eine Zuggattung aus der Zeit des Wirtschaftswunders, ein Trans-Europ-Express mit einer Lokomotive der Baureihe 112.  Foto: Kollros 

Miniaturwelt in Mühlacker zeigt spannende Bahnhistorie

Mühlacker. Traditionell öffnen zum Jahresbeginn die Senderstädter Modelleisenbahner ihr Vereinsheim am Bahnhof in Mühlacker, um Modellbahnfreaks Einblick in ihr Hobby und Schaffen zu ermöglichen. Im Mittelpunkt der Sonderschau am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Januar, jeweils 11 bis 17 Uhr, stehen Züge der sogenannten Epoche IV.

Diese Eisenbahnphase umfasst den Zeitraum von 1965 bis 1990, beginnend mit den letzten planmäßigen Dampflokeinsätzen bis hin zu den ersten ICE-Zügen. „Es war die Phase, als die Industrie mit großem Engagement den Neubau von elektrobetriebenen Lokomotiven nach Bahnvorgaben forcierte“, erzählt Ferdinand „Ferdl“ Schmidt, das „wandelnde Eisenbahner-Geschichtsbuch“ des Vereins. Der Experte weiß etwa von den Baureihen 110, 139 oder 141 zu berichten, die er selbst als aktiver Lokführer bis 1998 auch schon gefahren hat, oder der Baureihe 103, eine der Zugmaschinen des Trans-Europ-Express (TEE), dem einstigen Flaggschiff der damaligen Bundesbahn. Im H0-Format werden diese Garnituren ebenso ihre Runden drehen wie Güterschnellzüge jener Epoche.

Faszinieren dürften dabei auch die hochwertigen Reisezüge mit den klangvollen Namen „Rheingold“, „Loreley-Express“ oder „Gambrinus“, in denen zu Zeiten des Wirtschaftswunders vorwiegend Geschäftsreisende in der ersten Klasse zwischen den europäischen Metropolen unterwegs waren.

Mehr über die Ausstellung des Modelleisenbahnclubs Mühlacker lesen Sie am Mittwoch, 8. Januar 2020, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news.