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Symbolbild: dpa
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12.07.2017

Miserable Entwicklung: Kinder sprechen später und schlechter

Enzkreis/Birkenfeld. Es sind eher Wortfetzen: „da“, „Mama“, „Ba“ oder „Nane“. Wenn Kinder im Alter von etwa drei Jahren keine ganzen Sätze bilden können, reden Experten von „Late Talkern“, späten Sprechern. Studien gehen dabei von jedem fünften Kind aus. Der Förderbedarf bleibt oft bis ins Vorschulalter.

Ulrike Stankewitz, im Gesundheitsamt Enzkreis-Pforzheim zuständig für Einschulungsuntersuchungen, die jährlich rund 3000 Kinder in der Region machen müssen, beobachtet, wie wichtig Sprachtests dabei sind. Hilfe benötigten viele beim Verstehen, beim Reden klarer Sätzen oder beim Sprachgedächtnis.

Eine Erfahrung, die auch Monika Löwes, Leiterin des Kindergartens Schönblickweg in Birkenfeld, macht. Die Einrichtung Löwes’ setzt auf Förderung – zunächst mit dem Landesprogramm „Spatz“ zur intensiven Begleitung von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerung. Nun nimmt die „Sprach-Kita“ im Enzkreis an einem Programm des Bundesfamilienministeriums teil, bei dem die Kosten für eine zusätzliche Sprachfachkraft übernommen werden. Das sind 100 000 Euro für die kommenden vier Jahre, mit der sich eine 50-Prozent-Stelle realisieren lässt. „Das ist ein Segen, so können wir uns täglich mehr Zeit nehmen, um mit allen Kindern gezielt zu sprechen“, sagt Löwes.

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