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Zwei Männer haben in einer Flüchtlingsunterkunft im münsterländischen Ahaus mit einer Schreckschusspistole auf einen Bewohner geschossen.
Zwei Männer haben in einer Flüchtlingsunterkunft im münsterländischen Ahaus mit einer Schreckschusspistole auf einen Bewohner geschossen. © dpa
10.08.2010

Mit Bundeswehr-Munition nachts wild herumgeballert

CALW. Drei junge Männer im Alter von 22 und 19 Jahren sorgten am Montagabend 30 Minuten vor Mitternacht in Calw und 30 Minuten nach Mitternacht in Simmozheim für Aufregung. Sie sollen aus einem fahrenden Auto und später auch in der Gegend umhergeschossen haben. In einer Wohnung der Tatverdächtigen wurde unter anderem Munition gefunden, die aus Beständen der Bundeswehr stammen könnte.

Als das Trio vor Mitternacht mit einem Seat vom Lokal „Szenario“ in der Calwer Badstraße losfuhren, wurde nach Angaben von Zeugen ein Schuss aus dem fahrenden Auto abgefeuert. Etwa 30 Minuten nach Mitternacht wurden an der Bismarckstraße in Simmozheim Böller und Schüsse gehört. Zunächst wurde von Zeugen ein Nachbarschaftsstreit vermutet.

Als die Polizei in Simmozheim eintraf, stritten die drei jungen Männer ab, kurz zuvor mit dem Auto von Calw nach Simmozheim gefahren zu sein. Drei Mädchen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren bestätigten aber diesen Sachverhalt der Polizei gegenüber, worauf auch die Tatverdächtigen den Vorwurf einräumten. Einer der 19-jährigen stand erheblich unter Alkoholeinwirkung.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde ausschließlich mit Schreckschussmunition geschossen. In einer Wohnung in Simmozheim wurden drei Schreckschusspistolen, Schreckschussmunition und Übungsmunition beschlagnahmt. Da alle drei Tatverdächtigen derzeit bei der Bundeswehr sind, wurde auch ihre vorgesetzte Dienststelle über den Vorfall informiert. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Es wird Anzeige wegen Munitionsdiebstahls sowie verschiedener waffenrechtlicher Verstöße erstattet. pol