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Mitten unter Wurmbergs Musikanten: James Last-Star-Trompeter Bob Lanese (Zweiter von links) beim Konzert des Musikvereins. Foto: Fux
Mitten unter Wurmbergs Musikanten: James Last-Star-Trompeter Bob Lanese (Zweiter von links) beim Konzert des Musikvereins. Foto: Fux
15.12.2015

Mit James-Last-Trompeter Bob Lanese wird Volksmusik zum Hit

Einen besonderen Ohrenschmaus kredenzte der Musikverein Wurmberg-Neubärental bei seinem James Last-Konzert in der Turn- und Festhalle. Zu Gast war die amerikanische Trompetenlegende Bob Lanese.

30 Jahre lang prägte Bob Lanese, der zwischenzeitlich in Hamburg lebt, als Lead-Trompeter den Sound des James Last-Orchesters. Als Studiomusiker spielte der Star-Trompeter auf Alben von Robbie Williams, Udo Jürgens, Udo Lindenberg und vielen mehr. Und nun mischte er sich mit seiner unverwechselbaren Trompete (mit dem Knick in der Mitte) für einen Abend unter die Musiker und Musikerinnen aus Wurmberg. Schnell wurde klar, es wird ein unvergesslicher Konzertabend mit dem „Happy-Sound“, dem „Easy Listening“, das James Last, der in diesem Jahr starb, einst prägte.

Und noch einige Überraschungen hatte Dirigent Rainer Raisch für das beeindruckende Konzert in die Wege geleitet. In der Halle der Heckengäugemeinde saß der Schweizer James-Last-Fan Peter Gertsch, der von seinem Idol James Last, bekannt als deutscher Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent und dessen Orchester 411 Konzerte, davon 66 in der Royal Albert Hall in London besuchte und dem Musikverein nun Bilder von James Last aus seinem Privatbesitz zur Verfügung stellte. Obendrein plauderte der 74-jährige Bob Lanese in Talkrunden mit dem Wurmberger Dirigenten noch etwas aus dem Nähkästchen. „James Last war der Held der Familie. Er wusste, was er wollte. Ich habe nie großen Ärger gehabt und habe ihn auch privat gesehen“, verriet der Trompeter, der James Last zum Golfen brachte und auch in seinem Freizeit-Zentrum häufig Gast war.

„Der führende Trompeter hält gemeinsam mit dem Schlagzeug das ganze Orchester zusammen“, sagt Raisch anerkennend und kommt in Erinnerung an Bob Laneses „Penny Lane“ mächtig ins Schwärmen. „Da braucht man eine Doppelzunge und eine starke Höhe“, betont Raisch. „Penny Lane“ hat der Musikverein an diesem Abend zwar nicht im Programm, dafür „Happy Music“, sicherlich einer der bekanntesten James-Last-Titel. „Die Band ist super“, lobt Lanese den Musikverein. Dies stellt auch Luisa Raisch an der Querflöte mit „Der einsame Hirte“ unter Beweis. Im „Happy-Sound“ klingt nicht nur Tanzmusik gut, da wird das Volkslied zum Hit. Und die Wurmberger stürmen begeistert nach vorne zur Bühne und wippen und klatschen zur Musik. Und Raisch gelingt noch ein Coup. Er lässt die Deutschland-Hymne, im James Last-Stil, mit dem Wurmberger Heimatlied verschmelzen und Bob Lanese mischt kräftig mit.