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Die Wanderer wurden von der Sonne verwöhnt.
Die Wanderer wurden von der Sonne verwöhnt.
08.05.2016

Mit Kind und Kegel unterwegs: Nordschwarzwald Wandertag in Schömberg sehr gut besucht

Schömberg. „Die Bedingungen an diesem Wochenende waren wirklich optimal“, hat sich Hansjörg Kappler, Vorsitzender des Volkssportvereins Schömberg, gestern über die gute Beteiligung am Nordschwarzwald Wandertag in Schömberg gefreut. Dieser war einmal mehr vom Volkssportverein Schömberg ausgerichtet worden. Bis aus Olching bei München sowie aus dem Elsass waren Hunderte Wanderfreunde gekommen, um von Langenbrand aus auf einem Rundkurs die Natur zu erkunden.

„Eine einmalige Strecke, tolle Natur, wunderbare Ausblicke – wir kommen auf jeden Fall wieder“, frohlockte ein Ehepaar aus Straßburg im Elsass, das erstmals an dem Wandertag teilnahm und den Rundkurs „sehr genossen“ hat. Nicht anders ging es Traugott Przybilla und seiner Frau, die beide aus Grolsheim mit einer Gruppe in den Nordschwarzwald gekommen waren. Einzig die Länge der mit zwölf Kilometern ausgewiesenen Wanderstrecke stellte Traugott Przybilla augenzwinkernd infrage: „Normalerweise laufe ich diese Strecke in etwas mehr als zwei Stunden“, so der begeisterte Wanderfreund. Am Sonntag habe er für die mutmaßlichen zwölf Kilometer zweieinhalb Stunden benötigt. „Da stimmt was nicht“, meinte er schmunzelnd. Doch diese Einschätzung beruhe auf einem reinen Bauchgefühl.

Erstmals hatte der Volkssportverein Schömberg den Nordschwarzwald-Wandermarathon über eine Distanz von 42,195 Kilometern nur an einem Tag angeboten. 176 Wanderer nutzten dieses Angebot, darunter eine amerikanische Familie mit drei Kindern, die die Strecke mit „Kind, Kegel und Bollerwagen meisterte“, so Kappler. „Früher hatten wir die Marathonstrecke an beiden Tagen im Angebot“, so der Vorsitzende. Weil aber von jeher der Samstag der stärkere Tag war und sonntags die Helfer an den Kontroll- und Versorgungspunkten nicht sehr viel zu tun hatten, hatte man sich dazu entschlossen, den Marathon nur noch an einem Tag anzubieten. „Das werden wir auch in Zukunft so machen“, sagt Kappler. Die Entscheidung sei richtig gewesen, zumal man eh schon viele Helfer benötige. Mehr als 70 sind es an diesem Wochenende gewesen.

Am Samstag machten sich 850 Wanderer auf den Weg über die Distanzen von 6, 12 und 20 Kilometer Länge, am Sonntag waren es weitere 770. Während am Samstag bis 16 Uhr der Start geöffnet war, gingen am Sonntag die letzten Wanderfreunde kurz vor 13 Uhr auf die Strecke. Drei Gruppen mit 58, 47 und 45 Wanderern waren mit Bussen aus dem Elsass gekommen, die Olchinger Wanderfreunde waren mit 55 Teilnehmern aus Bayern nach Schömberg gereist und hatten somit als Gruppe den längsten Weg zurückgelegt. Die größte Teilnehmerschar kam mit 84 aber aus Schwaigern.

Obwohl das Wandern generell im Trend liegt, bedauert Hansjörg Kappler, dass es kaum jüngere Teilnehmer gibt.