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Es führt kein Weg dran vorbei: Stichprobenartig untersuchten die Beamten gestern einige Fahrzeuge am Ortseingang Ellmendingen. Grund für den Einsatz sind steigende Einbruchszahlen in Keltern. Fotos: Seibel
Polizist Johann Uckele (links) beim Blick in den Kofferraum von Andreas Drollinger. Der begrüßte die Aktion, zumal sie auch seiner Sicherheit dient.
22.12.2015

Mit Maschinenpistolen gegen Einbrecher: Polizei überprüft Fahrzeuge in Keltern

Keltern-Ellmendingen. Männlich, zwischen 20 und 40 Jahre alt und alleine im Auto oder Sprinter unterwegs: Wer so am Dienstag auf dem Weg von Keltern-Ellmendingen nach Karlsbad war, musste höchstwahrscheinlich einen kleinen Zwischenstopp bei der Polizeikontrolle einlegen.

Zwölf Beamte der Bereitschaftspolizei Bruchsal und der Polizeireviere Neuenbürg und Straubenhardt schauten am Ortsausgang Ellmendingen ganz genau, wer da im Auto an ihnen vorbeifuhr. Grund für den Einsatz: Die Gemeinde Keltern hat im Zuständigkeitsbereich des Reviers Neuenbürg in diesem Jahr die höchsten Einbruchszahlen zu verzeichnen.

Die Beamten waren also auf der Suche nach verdächtigen Fahrzeugen. Neben der Kontrolle der Fahrzeugpapiere stand dann meist der Blick in den Kofferraum auf dem Plan. 42 Autos überprüften die Polizisten zwischen 14.30 und 16 Uhr. Die Angehaltenen reagierten überwiegend mit Verständnis – dienen Präventionsmaßnahmen wie diese doch auch ihrer eigenen Sicherheit.

„Die meisten Bürger verhalten sich kooperativ“, sagte Einsatzleiter Ralf Weißert: „Unsere Beamten sprechen die Autofahrer ganz ruhig an und erklären, warum wir diese Kontrolle durchführen.“ Wer nichts zu verbergen hatte, war ohnehin nach ein paar Minuten wieder entlassen und konnte seinen Weg fortsetzen.

Etwas länger konnte es dauern, wenn sich der Angehaltene auffällig verhielt, etwa durch ein sehr nervöses Auftreten. „Dann können wir im Notfall auch einen Polizeihund anfordern“, so Weißert.

Ein Autofahrer wendete beim Anblick der Polizeikontrolle – und wurde sofort von einem Streifenwagen verfolgt.

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