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01.01.2018

Mit Schwung und guten Vorsätzen ins neue Jahr

Enzkreis. Sie gehören zum Jahreswechsel wie der Fernseh-Dauerbrenner „Dinner for one“: die guten Vorsätze. Immer wieder nehmen wir uns vor, endlich für mehr Bewegung zu sorgen oder schlechte Gewohnheiten abzulegen. Und genauso regelmäßig scheitern wir – nur, um im nächsten Jahr trotzdem einen neuen Anlauf zu nehmen. Vertreter aus der Region erzählen, was ihnen 2018 wichtig ist.

Laut dem Statistik-Portal „statista“ lagen 2017 folgende Vorsätze ganz vorne: mehr Sport treiben, Abnehmen und gesündere Ernährung. Unter den Top Ten waren auch die Vorhaben, mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, endlich vom Glimmstängel loszukommen oder sparsamer zu sein. In der kleinen PZ-Umfrage unter Künstlern sowie Vertretern von Kommunen, Kirche und Sport wurden eher regionale Schwerpunkte gesetzt – so mancher lehnt das alljährliche Ritual auch generell ab.

Startenor Jay Alexander: „Ich weiß, das klingt langweilig: Aber ich habe keine Vorsätze für das neue Jahr. Davon habe ich noch nie etwas gehalten und meist geht es sowieso schief. Ich versuche das ganze Jahr über, mein Leben ausgewogen zu führen und schlechte Angewohnheiten zu überdenken. Dann kann man auf die guten Vorsätze zu Neujahr verzichten.“

Stefanie Dickgiesser, Leiterin der Touristik und Kur in Schömberg: „Wir freuen uns schon sehr auf den Umzug der Touristik und Kur im Spätsommer. Am neuen Standort im Pavillon an der Lindenstraße wollen wir einen Neustart in Sachen Tourismus machen, das ist unser Vorsatz. Denn dort werden wir von den Menschen ganz anders wahrgenommen. Mit dem Aussichtsturm, der Flyline und der Belebung des Kurhauses haben wir uns ja einiges vorgenommen.“

Luca Wilhelm Prayon, Bürgermeister Remchingen: „Seit Neujahr gehören die rund 100 Mitarbeiter aus dem Altenpflegeheim zu unserer Verwaltung dazu. Ich habe den Vorsatz, die neuen Kollegen gut in unser Team zu integrieren. Und ich glaube, die Chancen stehen gut, dass eine harmonische Zusammenarbeit gelingen wird.“

Christian Knebel, Leiter der Jugendmusikschule Neuenbürg: „Bei der Jugendmusikschule haben wir immer den Vorsatz, den besten Unterricht anzubieten, das ist klar. Gleich zu Jahresbeginn geht es wieder mit Wettbewerben los. Ich selbst brauche keine Vorsätze, denn als Künstler hat man ja eine große Freiheit. Im Klavier-Duo gemeinsam mit meiner Frau können wir das spielen, was uns interessiert. Zurzeit ist das ein französisches Programm.“

Stefan Ermentraut, Geschäftsführer der TSG Niefern: „Wir haben bei der TSG Niefern so viele Ideen und Projekte am Start, dass es wirklich schwerfällt, die einzelnen Vorhaben zu klassifizieren. Unsere guten Vorsätze werden sich aber im Lauf der nächsten Monate ergeben. Und wir nehmen uns fest vor, sie dann auch umzusetzen.“

Dekan Joachim Botzenhardt, evangelischer Kirchenbezirk Neuenbürg: „Beim Jahreswechsel spielt bei mir eher die Rückschau eine Rolle. Es ist Anlass innezuhalten und sich zu besinnen: Wie war das vergangene Jahr – für Familie, Kirchengemeinde und Kirchenbezirk. Gute Vorsätze haben keine große Bedeutung. Höchstens so etwas Banales wie mehr Sport zu treiben.“