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Der Gemeinderat soll entscheiden, wie es mit der Sporthalle der Heynlinschule weitergeht. Die Verwaltung würde bevorzugt die Festhalle Königsbach ertüchtigen, die Sporthalle käme dann erst 2021 dran. Foto: Faulhaber
Der Gemeinderat soll entscheiden, wie es mit der Sporthalle der Heynlinschule weitergeht. Die Verwaltung würde bevorzugt die Festhalle Königsbach ertüchtigen, die Sporthalle käme dann erst 2021 dran. Foto: Faulhaber
13.02.2019

„Mit Zuversicht ins Jahr 2019“: Königsbach-Stein trotz großer Investitionen schuldenfrei

Königsbach-Stein. Mit einem Haushaltsvolumen von rund 36 Millionen Euro, davon 30 Millionen im Verwaltungs- und knapp sechs Millionen im Vermögenshaushalt, sieht der Entwurf des Gemeinde-Etats von Königsbach-Stein für 2019 eine Steigerung von nahezu 3,5 Millionen Euro gegenüber 2018 vor.

Kreditaufnahmen sind nicht eingeplant. Als Zuführung zum Vermögenshaushalt sind knapp vier Millionen Euro vorgesehen.

Bürgermeister Heiko Genthner betonte bei der Einbringung des Haushalts im Steiner Bürgersaal, dass die Gemeinde durch wirtschaftliche Haushaltsführung und kontinuierliche Tilgung der Kredite im Kernhaushalt nun wieder schuldenfrei sei. „Bei einem noch restlichen Stand der Kredite in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro und einem Stand der Rücklagen in Höhe von rund 3,35 Millionen kann man dies feststellen.“

Die wirtschaftliche Großwetterlage spüre man auch in Königsbach-Stein, so Genthner. Die Zahl der Arbeits- und Ausbildungsplätze steige seit Jahren an. Damit auch die Einnahmen aus Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer. „Wir haben also viele Gründe, mit Zuversicht ins Jahr 2019 zu blicken“, machte Genthner deutlich. Allerdings stehe man wie andere Kommunen vor der Herausforderung einer stetigen Ausweitung der Aufgaben durch Bund und Land und veränderte Anforderungen, die die Gesellschaft, die Bürger an ihre Gemeinde stellen.

Als Einnahmeschwerpunkte nannte er die Gewerbesteuer (sieben Millionen), den Gemeindeanteil an der Umsatz- und Einkommensteuer (knapp 7,9 Millionen). Zusammen mit den örtlichen Grundsteuern (1,3 Millionen Euro) und den Schlüsselzuweisungen des Landes (3,7 Millionen) ergäben diese 65 Prozent der laufenden Einnahmen.

Die Finanzausgleichsumlage und die Kreisumlage schlagen mit rund 6,7 Millionen Euro zu Buche. Als weitere Ausgaben nannte Genthner die Personalkosten (6,2 Millionen), die mit 20 Prozent deutlich unterhalb des Landesdurchschnitts (27 Prozent) lägen. Rund 77 Prozent der Investitionen würden in Baumaßnahmen fließen, so Genthner. Als Schwerpunkte nannte er die Fassadensanierung an der Heynlinschule (561000 Euro), Feuerwehr (171500), Schulhofgestaltung Johannes-Schoch-Schule (310000), Schulverbands-Umlage (698000), kommunale Kitas (180000), Sanierung Königsbach (150000), Umbau und Verbesserung Gemeindestraßen (540000), Brückensanierung Mühlstraße (170000), Sanierung des Radwegs Stein-Eisingen (170000) und den Hochwasserschutz (1,2 Millionen).

Verwaltung hat viel vor

Mit den Maßnahmen für den Hochwasserschutz wolle man in diesem Jahr beginnen. „Die Förderung dieser im Zeitraum von sieben bis acht Jahren umsetzbaren Maßnahmen beträgt bis zu 70 Prozent“, unterstrich Genthner.

Für die Sporthalle der Heynlinschule seien 100000 Euro eingestellt, um die Planungen voranzutreiben, damit der Gemeinderat eine Entscheidung über Neubau oder Sanierung treffen kann. Die Umsetzung könne 2020 und 2021 erfolgen.

Dadurch könne allerdings die Festhalle in Königsbach frühestens 2022 ertüchtigt werden. Weitere Ausgaben sind unter anderem: Entwässerungsanlagen (300000), Beschaffungen und Ausbau des Bauhofs (255600) sowie der barrierefreie Ausbau des S-Bahn-Halts (455000).