IMG_8819
In Tiefenbronn wurde ein Schneemann als Symbol des Winters verbrannt.  Foto: Lachenmaier 

Mit hohen Flammen, viel Hellau und Tränen verbrennen die Narren das Alte und Böse

Das närrische Treiben findet am Aschermittwoch sein zünftiges Ende. Mit der traditionellen Verbrennung symbolischer Figuren tilgten die Zünfte und Gruppen am Faschingsdienstag sinnbildlich ihre Sünden und Verfehlungen.

ROL_HEXE_ERSINGEN_ (4)
Bildergalerie

Ersinger Narren verbrennen die Hexe

Neuhausen Hexenverbrennung 20_18 (17)
Bildergalerie

Hexenverbrennung bei Hau-Hu Neuhausen

ROL_DIENSTAG_UMZUG_BILFINGEN_ (18)
Bildergalerie

Veilchendienstagsumzug und Hexenverbrennung in Bilfingen

Schellbronn Hexenverbrennung 20_19 (5)
Bildergalerie

Hexenverbrennung beim Narrenbund Schellau

nicht nur die Klemmerhexe hatte waehrend der Kampagne Feuer im Herzen
Bildergalerie

Verbrennung der Klemmerhex in Gräfenhausen

Fasching Verbrennung CGS Singen 05
Bildergalerie

Remchinger Narren lassen fünfte Jahreszeit in Flammen aufgehen

Zünfte ziehen durch Bilfingen

Fetzige Guggenmusik, akrobatisch veranlagte Hexen, knallbunte Kostüme und jede Menge süßes Wurfgut: Fastnachter, was willst du mehr? Bei seinem Dienstagsumzug zog der Bilfinger Narrenbund „Kakadu“ gestern noch einmal alle Register. Rund 60 Gruppen zogen gut gelaunt durch die Ortsmitte. Aus der gesamten Umgebung waren sie angereist: aus Singen, Eutingen, Pforzheim, Ersingen, Königsbach, Ötisheim, Göbrichen und aus Tiefenbronn. Die Pforzheimer Faschingsgesellschaft war genauso mit von der Partie wie die Singener Spaßvögel und die Tiefenbronner Gemmingenhexen. Zünftige, unterhaltsame und anheizende Guggenmusik gab es zudem von den Bääreglopfa, einer ehemaligen  Gruppe der Spassvögel.

Trauer und Wehklagen in Neuhausen

Am Aschermittwoch ist alles vorbei in Neuhausen. Das bezieht sich natürlich nur auf die Faschingszeit. Unter Trauer und Wehklagen verabschiedete sich der Neuhausener Fasnachtsverein Hau-Hu von einer berauschenden Fastnacht. Diese fand mit der Hexenverbrennung ein jähes und trauriges Ende. Besonders schwer und schmerzlich anzusehen war es für „D’Jonge Hexe“, als eine ihrer Kolleginnen aus Stroh Feuer fing und in Rauch und Asche verging. Zuvor ließen es die Narren samt Nachwuchs beim Kinderfasching noch einmal so richtig krachen.

Schelle-Hexe auf letztem Weg

Mit der Hexenverbrennung ist auch in Neuhausen-Schellbronn die fünfte Jahreszeit vorübergegangen. Die Schelle-Hexe hatte bei Anbruch der Dunkelheit keine Chance ihrem Schicksal zu entrinnen und wurde unter lautstraker Zustimmung der Narren auf dem Scheiterhaufen angebracht. Nach einem ausgelassenen und durchweg lustigen Kinderfasching in der Schellbronner Schwarzwaldhalle wurde eine weitere Schellehexe gefangen. Diese wurde auf einer Trage nach draußen befördert. Ihre Leidensgenossin aus Stroh, die Schelle-Hexe, brannte danach lichterloh.

Dem Winter zu Leibe rücken

Nach altem Brauch wurde in Tiefenbronn ein Schneemann als Symbol des Winters verbrannt. Nachdem die Brunnengeister ab 17 Uhr zur Einstimmung in die Lammscheuer einluden, startete um 18 Uhr der Fackelzug mit dem Elferrat und den Hästrägern der neun Zünfte hin zur Gemmingenhalle. Lautes Hexengeheul und Narrentreiben begleiteten den Schneemann auf seinem letzten Weg. Mit zahlreichen Tränen in den Augen der Narren wurde er schließlich auf dem Hartplatz verbrannt. Im Anschluss startete in der Gemmingenhalle der große Kehrausball mit Rahmenprogramm. Um 22.30 Uhr dann der letzte Streich, als Prinz Felix I. entthront, und die Fasnet beerdigt wurde.

Mit donnerndem Helau

„In der Hall´ oder auf der Gass´, unsere Besucher und Narren hatten sehr viel Spaß“, blickte die Präsidentin der Carnevalsgesellschaft „Spaßvögel“, Sarah Sebastian, am Dienstagabend auf eine heiter-erfolgreiche, friedlich-faire, aber schon wieder viel zu schnell vergangene Kampagne zurück. Nach ihrem kleinen Marsch über die Pfinzstraße kräftig eingeheizt von der Guggenmusik der „Bäääreklopfa“ weinten die Faschingsvereine mit dem leichten Regen um die Wette. Dann entzündeten Vertreter der Spaßvögel, Pfinztrolle, Töpfleshexen, Bäredaifel, Keltereckesel und Tanzgarden mit vereinten Fackeln und einem letzten dreifach donnernden Helau den bald darauf lodernden Narrenbaum mit Masken aller Zünfte.

Auf Abschied folgt Vorfreude

Mit einem letzten dreifachen Klemmrio Hellau haben die Klemmer in Gräfenhausen die fünfte Jahreszeit verabschiedet. „Ohne euch alle, des sage ich jetzt fix, wär de ganze Klemmerfasching nix. I kann´s fascht net glaube, doch jetzt isch´s soweit, die Kampagne 2020 wird Vergangenheit“, verkündete Klemmerpräsident Harald Pfisterer wehmütig vor einer kleinen Gefolgschaft. Haben vor noch nicht mal einer Woche der Präsident und seine Lieblichkeit Ameisenprinzessin Daniela I. noch voller Freude das Rathaus gestürmt, war nun der schwere Gang angesagt, das Wahrzeichen im närrischen Klemmerland, der Hexe mit den Fackeln den feurigen Todesstoß zu geben.

Trommeln und Gejammer

Traditionell überließen die Schömberger Narren am Faschingsdienstag am Schwarzenberger Sportheim die Strohhexe dem Feuer und beendeten somit eine erlebnisreiche Fasnets-Kampagne. Der Fackelzug wurde durch Trommelrhythmen begleitet und trotz Gejammer konnte die Strohhexe sich nicht vor den Flammen retten. Im Anschluss feierten die Schömberger Narren zusammen mit befreundeten Vereinen den Ausklang der Fasnet.

Kein Erbarmen für Oberhexe

Da können die Bilfinger Schildwachhexen weinen, so laut und so heftig sie wollen: Ihre Oberhexe retten sie damit nicht vor den Flammen. Meterhoch loderte am gestrigen Dienstag das Feuer in den Nachthimmel hinein. Tatenlos mussten die Schildwachhexen zusehen, als das Urteil gegen ihre Oberhexe auf dem Platz vor der Kämpfelbachhalle vollstreckt wurde. Nachdem die aus Stroh bestehende Hexe verbrannt war, wandten sich alle Blicke nach oben: In bunte Farben tauchte das Feuerwerk den Himmel über Bilfingen. Mit dem Kehrausball in der benachbarten Kämpfelbachhalle ging die diesjährige Kampagne des Narrenbunds „Kakadu“ fröhlich zu Ende.

Flammendes Vergnügen

Gezählt sind ihre Tage, vorbei ist ihre Herrschaft, gebrochen ihre Macht: Eilig gefangen genommen und anschließend verurteilt wurde die Ersinger Oberhexe am späten Dienstagnachmittag vor dem närrischen Gericht: zum Tod, herbeigeführt durch Verbrennen. Als die Sonne langsam unterging, schlug der aus Stroh bestehenden Hexe unter den Augen zahlreicher Zuschauer auf dem Dorfplatz das letzte Stündchen. Während der Musikverein auf seinen Instrumenten einige schwungvolle Stücke zum Besten gab, ging sie immer mehr Flammen auf. Nur wenige Minuten dauerte es, bis kaum noch etwas von ihr übrig war. Anschließend lockte der Kehrausball mit guter Musik und ausgelassener Stimmung noch zahlreiche Besucher in die Ersinger Festhalle.  

Verbrennung fällt ins Wasser

Die Narrenzunft Waldhufenstromer hat in Oberlengenhardt Abschied von der Fasnet genommen. Allerdings machte den Narren das Wetter ein Strich durch die Rechnung. Deshalb musste das große Feuer abgesagt werden und stattdessen loderte ein kleines Feuer vor dem Bürgerhaus. Auch wenn das feurige Spektakel ausfiel, konnten sich die Waldhufenstromer ihre Laune nicht verderben lassen und ließen die Fasnet mit Tanz und Musik im Bürgerhaus Revue passieren.