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Mit einem Dankeschön und viel Beifall honoriert die Stadtkapelle Neuenbürg mit ihrem Vorsitzenden Andreas Lötterle (vorne links) den Einsatz ihres Dirigenten Michael Pietsch. Foto: Ganzhorn
Mit einem Dankeschön und viel Beifall honoriert die Stadtkapelle Neuenbürg mit ihrem Vorsitzenden Andreas Lötterle (vorne links) den Einsatz ihres Dirigenten Michael Pietsch. Foto: Ganzhorn
01.02.2016

Mitreißendes Jahreskonzert der Stadtkapelle Neuenbürg

Ein Klangerlebnis aus 1001 Nacht bot der Musikverein Neuenbürg beim sehr gut besuchten Jahreskonzert in der Stadtkirche. Märchen- und sagenhafte Stücke transportierten unter der Leitung von Michael Pietsch jede Menge Emotionen und ließen es an Dramatik nicht fehlen.

Traditionsgemäß eröffnete die Jugend den Konzertabend. Mit der „Royal Fireworks Music“ von Georg Friedrich Händel, „I will follow him“ aus dem Musical „Sister Act“ oder „The Loco-Motion“ präsentierte sich das 24 Musiker starke „Storchester“ als jüngster Klangkörper des Vereins. Ihnen folgte das Jugendblasorchester mit dem jahreszeitlich passenden „Let it go“ aus dem Disney-Film „Frozen“. Kriegerische Klänge sowie Klarinettenstimmen versetzten beim Stück „The Return of the King“ nach Mittelerde zum Schauplatz des Romans „Herr der Ringe“. Die jungen Musiker Emilia Augustin und Clemens Rommelfanger betätigten sich als Ansager ihrer Orchester.

„Der kleine Lord“, der am Horizont erstmals das Schloss seines Großvaters sieht, war das erste märchenhafte Bonbon, das die Stadtkapelle musikalisch offerierte. Harmonisch und dramatisch anschließend „Der Magnetberg“, ein Wettbewerbsstück von Mario Bürki. Das Werk „Na Kotarech – Jenseits der Beskiden“ hat wiederum Norbert Studnitzky, der ehemalige Dirigent der Stadtkapelle, während einer Urlaubsreise in Tschechien geschrieben. Die Art und Weise, dort zu feiern und zu trauern, verdeutlicht sich in folkloristischen Szenen, nicht zuletzt in Volkstanzelementen mit sich steigerndem Tempo. Wie die Jungfrau Agnes im Schwarzwald vor einem Brautbewerber flieht, erzählte die Stadtkapelle anhand der Komposition „Wildenstein“ von Markus Götz. Zum Einstieg erklärte Pietsch die Handlung der Sage und ließ von den beteiligten Instrumentengruppen Auszüge der einzelnen Stationen vortragen.