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Der Pop- und Swing-Chor „Pusch“ unter der Leitung von Timea Toth begeistert.  Foto: Fux 

Moderner Gesang vom Feinsten: Chorgemeinschaft aus Niefern gibt Konzert im Ameliussaal

Niefern-Öschelbronn. Die Chorgemeinschaft Niefern hatte am Samstagabend im Ameliussaal alles richtig gemacht und bewies einmal mehr wie modern, beschwingt und unterhaltsam Chorgesang sein kann.

Unter dem Motto: „Hurra uns gibt es noch!“ zogen die Chöre nach zweijähriger Corona-Pause alle Register und unterhielten ihr Publikum bestens. Besonders das moderne Männer- A-cappella-Ensemble „6 für 4“ unter der Leitung von Jürgen Huttenlocher begeisterte mit mehrstimmigem Gesang, den beeindruckenden und tollen Solostimmen von Uwe Engelsberger, Stefan Mondon und Alexander Stoll, aber auch durch Charme und Witz. Klare Sache, dass am Ende Zugabe-Forderungen nicht ausblieben, die die Männer mit viel Herzblut und Engagement sicherlich gerne erfüllten.

„Heute ist der Tag“ – mit diesen hoffnungs- und erwartungsvollen Worten beginnt das textlich und musikalisch überaus pointierte A-cappella-Stück „Das Rendezvous“, das unerwartet in einem Desaster endet und für amüsante Chormusik samt Liebesgeschichte sorgt. Günter Voges hatte nicht zu viel versprochen als er die Männer als „attraktivste Boyband des östlichen Enzkreises“ mit ihrem mehrstimmigen Gesang ankündigte. Denn Huttenlocher und sein Ensemble wissen wie man mit schönen Männerstimmen und Charme in Windeseile das Publikum erobert, ob mit Robbie Williams „Angels“ und dem gefühlvollen und brillanten Solo von Stefan Mondon, mit „Rama Lama Ding Dong“, „Caravan of Love“, „Crazy Little Thing Called Love“ oder einem fetzigen Alpenmedley.

Doch die Frauen stehen den Männern in nichts nach, was der Pop- und Swing-Chor „Pusch“ unter der Leitung von Timea Toth bewies. Fast schon komödiantisch nahmen sie sich mit „Für Frauen ist das kein Problem“ auf die Schippe. Auch ihr breitgefächertes Repertoire, ihre Stimmen und die Art wie sie ihren Gesang mit Bewegungen unterhaltsam darboten und unterstrichen, machte Lust auf mehr. Bewegend und einfühlsam „Shellow“, aber auch John Lennons „Imagine“ oder auch „Circle of Love“, wo Stimmen Tiergeräusche nachzeichneten.