nach oben
Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa
Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa
12.10.2018

Modernisierung des Kieselbronner Kindergartens: Überhitzte Baukonjunktur macht Planung immer schwieriger

Kieselbronn. Die Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen wird wegen der überhitzten Konjunktur immer schwieriger. Das war auch in der Kieselbronner Gemeinderatssitzung zu hören, als es um die Ausschreibung der Abbrucharbeiten und der Erd- Entwässerungs- und Betonarbeiten für die Erweiterung und Modernisierung des Kindergartens „Regenbogen“ ging.

Architekt Stefan Schwarz vom planenden Architekturbüro „element 5“ informierte den Gemeinderat, dass bei der öffentlichen Ausschreibung der Abbrucharbeiten mit einer Leistungssumme von rund 220.000 Euro kein Angebot abgegeben wurde. Überlastung sowohl im Kalkulationsbereich wie auch bei der Ausführung seien die Gründe der Firmen, so Schwarz. Der Gemeinderat hob diese Ausschreibung auf. Jetzt soll beschränkt ausgeschrieben werden, gezielt an Firmen gerichtet, von denen man sich ein Angebot erhofft.

Für die Erd-, Entwässerungs- und Betonarbeiten haben sich 17 Firmen Angebotsunterlagen zukommen lassen. Beim Submissionstermin lag lediglich ein Angebot vor. Das lag um 77 Prozent, also um 106.000 Euro höher als die Kostenberechnung. Hier konnte der Zuschlag seitens des Gemeinderates wegen des unangemessen hohen Preises nicht erteilt werden.

Nach Rückfrage bei der Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg wird auch hier die Ausschreibung aufgehoben und nun freihändig vergeben. Man geht davon aus, dass bei einer Sondersitzung Ende Oktober die genannten Bauarbeiten vergeben werden können, so dass der Fertigstellungstermin des neuen Kindergartens Ende des Jahres 2019 eingehalten werden kann. Allerdings könne sich das bei einem strengen Winter etwa ändern, so der Architekt. Der Gemeinderat wünscht, dass alle Gewerke zeitnah ausgeschrieben werden. Am Umzugstermin des Kindergartens „Regenbogen“ in das Provisorium an der Eutinger Straße vom 22. bis 26. Oktober ändert sich nichts.