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Ob Windräder – wie hier auf dem Symbolbild – bei Nußbaum gebaut werden können, bleibt offen. Foto: dpa-Archiv
Ob Windräder – wie hier auf dem Symbolbild – bei Nußbaum gebaut werden können, bleibt offen. Foto: dpa-Archiv
09.10.2015

Möglicher Windräderstandort im Funkfeuer der Flugüberwachung

Bei der Vertreterversammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes (GVV) Neulingen waren diesmal auch einige Zuhörer anwesend. Sie interessierten sich für die Flächennutzungsplanung, vor allem für das Thema „Standort von Windkraftanlagen“. Ein Bürger war zu Beginn des Sitzung vor allem an der Frage interessiert, ob es stimme, dass es Absichten gebe, auf der Anhöhe westlich des Neulinger Teilorts Nußbaum um die 20 Windräder zu errichten.

Verbandsvorsitzender Michael Schmidt (Neulingen) konnte beruhigen. Nach dem bisherigen Stand der Dinge würde dieses Planungsthema eher ruhen. Auch würde der GVV Neulingen von deren konkreten Planungen erfahren. Übrigens würde die Verbandsversammlung jetzt Entsprechendes zum Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ beschließen. Worum geht es?

Der GVV Neulingen ist seit einigen Jahren dabei, den gemeinsamen Flächennutzungsplan aus dem Jahr 2002 für seine Mitgliedergemeinden Kieselbronn, Neulingen und Ölbronn-Dürrn bis zum Zieljahr 2025 fortzuschreiben. Im September 2013 kam die Aufstellung eines Teilflächennutzungsplanes für den Bereich „Windenergie“ dazu. Das Planungsvorhaben „Windenergie“ wurde als Folge der Änderung des Landesplanungsgesetzes zugunsten von Windkraftanlagen erforderlich, um einen Wildwuchs beim Bau von Windrädern durch Investoren zu vermeiden. Dieser Teilflächennutzungsplan hat die Wirkung, dass nur auf den dort ausgewiesenen Flächen Windräder errichtet werden dürfen. Das Planungsbüro Gerhard aus Karlsruhe konnte nach entsprechenden Untersuchungen der Verbandsversammlung im Jahr 2013 nur einen geeigneten Standort auf den drei Gemarkungen des Verbandsgebietes vorschlagen, der als Konzentrationszone für die rund 200 Meter hohen Windkraftanlagen geeignet ist. Dieser Standort liegt westlich des Neulinger Ortsteils Nußbaum in etwa 300 Meter Höhe auf dem Höhenrücken des „Langenwaldes“ an der Gemarkungsgrenze zu Königsbach-Stein. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.