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02.06.2017

Mönsheim: Sicherheitsphilosophie bei Kindergartenplanung

Mönsheim. Für den Mönsheimer Kindergarten Wichtelhaus wird die Planung zur Erweiterung bis zur Baugenehmigung vorangetrieben, um bei steigenden Kinderzahlen schnell reagieren zu können.

Der Mönsheimer Gemeinderat hat sich mehrheitlich auf eine Ausbauvariante mit Unterkellerung geeinigt. „Es wäre nachhaltiger, die Variante mit Unterkellerung anzugehen“, merkte Bürgermeister Thomas Fritsch in der Diskussion vor der Abstimmung an. Das Architekturbüro hatte verschiedene Versionen mit Kostenschätzung vorgelegt. So käme die günstigste Variante auf 710 000 Euro und die teuerste Variante mit Keller auf rund 810 000 Euro. Da den Kinderzahlen in den nächsten Jahren ein sehr knappes Kontingent an Kindergartenplätzen gegenübersteht, ist abzusehen, dass spätesten bei unvorhergesehenen Zuzügen nicht genügend Plätze vorhanden sind. Auch mit dem Waldkindergarten ist die Gemeinde derzeit im Gespräch, ob eine weitere Kleingruppe eröffnet werden kann. „Man muss auch im Kalkül haben, dass man eineinhalb Jahre später wieder Kapazitäten hat“, sagte Fritsch.

In seine Berechnungen hatte er Familien mit aufgenommen, die jetzt erst bauen. Allerdings wies die Erhebung zeitweise bis zu elf fehlende Plätze auf, bei Berechnung mit Waldkindergarten waren es etwa drei Plätze zu wenig. Weitere Zuzüge waren darin allerdings noch nicht eingerechnet. Vorsorglich möchte die Gemeinde die Planung zur Erweiterung des Kindergartens Wichtelhaus bis zur Baugenehmigung führen, was auch eine Bebauungsplanänderung mit sich bringt.

Nachdem die Variante mit Keller mehrheitlich beschlossen wurde, ging es noch um den entsprechenden Bebauungsplan, der im beschleunigten Verfahren geändert werden soll. Der Bebauungsplan „Appenberg II“ ist im Laufe der Jahre bereits dreimal geändert worden. Die betroffene 0,18 Hektar große Fläche wird komplett für die Kindergartennutzung festgesetzt. Entsprechend der Umgebungsbebauung ist eine eingeschossige Bebauung möglich. Die Unterlagen können vom 19. Juni bis 18. Juli öffentlich eingesehen werden.