nach oben
Irma und Valentin Rosenbauer genießen den Spaziergang am Mönsheimer Paulinensee, der zum Hochwasserrückhaltebecken umgebaut werden soll. Foto: Tilo Keller
Irma und Valentin Rosenbauer genießen den Spaziergang am Mönsheimer Paulinensee, der zum Hochwasserrückhaltebecken umgebaut werden soll. Foto: Tilo Keller
22.01.2016

Mönsheimer Paulinensee wird zum Millionenprojekt

Der Paulinensee in Mönsheim liegt wie im Dornröschenschlaf, während die Planungen und Genehmigungen zu Instandsetzung und Umbau des Gewässers zum Hochwasserrückhaltebecken langsam voranschreiten. „Der Teufel steckt im Detail“, merkte Bürgermeister Thomas Fritsch bei der Vorstellung der Genehmigungsplanung zur Umsetzung der Hochwasserschutzkonzeption für die Gemeinde Mönsheim an.

Holger Lauer vom Büro Wald + Korbe legte den Gemeinderäten die ausgearbeitete Genehmigungsplanung für den Paulinensee dar. Bereits im Juni hatte sich das Gremium mit den Vorplanungen beschäftigt. Um für ein 100-jähriges Hochwasserereignis gerüstet zu sein, wurde unter anderem beschlossen, den Damm am Paulinensee 60 Meter in südlicher Richtung neu zu errichten. Durch die gewählte Variante vergrößert sich auch die Seefläche um etwa 0,3 Hektar. Die Dammhöhe wird rund 7,4 Meter über der Talsohle betragen. Das gesamte Becken kann dann im Vollstau über 33 000 Kubikmeter Wasser fassen.

Baukosten und Baunebenkosten belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Bürgermeister Fritsch erinnerte daran, dass die ersten Schätzungen der vor Jahren ursprünglich vorgesehenen Sanierung bei 200 000 Euro lagen. Damals war es aber noch nicht um den Hochwasserschutz gegangen. Die Gemeinderäte erkundigten sich unter anderem nach der späteren Ausbildung der Uferzonen, wobei Fritsch darauf aufmerksam machte, dass sich im Verfahren noch Veränderungen ergeben könnten. Aus dem Gremium wurde außerdem vorgeschlagen, auch noch eine Erhöhung des Damms für die Becken im Wald zu prüfen, die dem Paulinensee vorgelagert sind. Gemeinderat Baumgärtner (BLM) plädierte dafür, dem Bauwerk zuzustimmen. „Auch als Signal für die Bürger, dass es weitergeht“, sagte Baumgärtner. Das sah auch Gemeinderat Walter Knapp (FWG) so. Das Gremium stimmte dann auch einstimmig dafür, dass das Bauwerk in der vorliegenden Planung zur Genehmigung eingereicht wird.