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Weniger Lärm verspricht sich Mönsheim von Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt. Nun soll ausgewertet werden, ob die Beschränkung auch eingehalten wird.  Tilo Keller
Weniger Lärm verspricht sich Mönsheim von Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt. Nun soll ausgewertet werden, ob die Beschränkung auch eingehalten wird. Tilo Keller
11.12.2016

Mönsheimer Rat fordert Tempo-Statistik

Die eingeführte Tempo-30-Zone in der Mönsheimer Ortsdurchfahrt hat die Bürgerliste (BLM) zum Thema des Mönsheimer Gemeinderates gemacht.

„Der Gesetzgeber schreibt das vor, um dem Lärm entgegenzuwirken“, erinnerte Hans Kuhnle (BLM) an den Grund der Geschwindigkeitsbeschränkung. „Wirkung hat das aber erst, wenn Tempo 30 auch eingehalten wird.“ Deshalb wurde von der Bürgerliste in einem Antrag eine entsprechende Analyse gefordert. „Wir wollen schon wissen, wie wird eigentlich gefahren“, erklärte Kuhnle und regte an, dafür auch ein entsprechendes Gerät anzuschaffen, das die Geschwindigkeit nicht nur anzeigt, sondern auch aufzeichnet. Er legte dar, dass die Gemeinde mindestens drei Geräte zur Geschwindigkeitserfassung mit Aufzeichnung bräuchte.

„Wir hatten ja mal ein Gerät, aber das ist kaputt gegangen“, sagte Fritsch. Die bislang angeschafften einfacheren Geräte zeichnen die Geschwindigkeit nicht auf. Er schlug vor, für den nächsten Haushalt entsprechende Mittel zur Anschaffung eines Gerätes, das Geschwindigkeiten auch aufzeichnet, einzuplanen.

Eine weitere Frage der Bürgerliste bezog sich auf die Aufzeichnungen der mobilen Geschwindigkeitsmessung der Verkehrsbehörde. Gefordert wurde auch eine Veröffentlichung der Daten. Bürgermeister Thomas Fritsch bestätigte, dass die Behörde die Statistiken bei der mit der Geschwindigkeitsmessung beauftragten Firma angefordert habe.

Im Antrag der Bürgerliste wurde außerdem nachgefragt, inwieweit die Tempo-30-Zone von der Einwohnerschaft akzeptiert werde. Kuhnle merkte an, dass es von Anliegern in der Ortsmitte positive Rückmeldungen gebe, von Anliegern am Ortsausgang aber eher negative. Auch den Bürgermeister hatten „pro“ und „kontra“ Rückmeldungen erreicht. Er machte eine Beruhigung des Verkehrs und der Lärmentwicklung zumindest in der Ortsmitte aus. Der Verkehrsfluss sei aber nach wie vor gegeben und die Verkehrsmenge unverändert. Bauliche Maßnahmen, um die Geschwindigkeit zu drosseln, sah Fritsch kritisch, da dadurch der Verkehr zum Stehen kommen könnte und vermehrtes Anfahren und Abbremsen zusätzliche Geräuschentwicklung darstellen. Zudem sei dies bei einer Landesstraße keine Gemeindeaufgabe.

Beim Thema stationärer Geschwindigkeitsüberwachung merkte Fritsch an, dass sich auch andere Orte, die jetzt Tempo 30 haben, eine solche Überwachung wünschen würden. „Dafür müsste der Enzkreis aber seinen Grundsatz ändern“, so Fritsch.