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Um diese beiden alten Gebäude (links) in der Pforzheimer Straße geht es. Die Bürger entscheiden über Abriss oder Erhalt. Foto: PZ-Archiv, Tilo Keller
Um diese beiden alten Gebäude (links) in der Pforzheimer Straße geht es. Die Bürger entscheiden über Abriss oder Erhalt. Foto: PZ-Archiv, Tilo Keller
03.12.2015

Mönsheimer entscheiden über die Zukunft von zwei Häusern

Das Interesse am Bürgerentscheid über die Gestaltung des Mönsheimer Marktplatzes scheint groß zu sein. Diesen Schluss kann man zumindest ziehen, wenn man die Anzahl der Briefwähler betrachtet: Bisher haben 230 Wähler ihre Stimme abgegeben, immerhin rund zehn Prozent der 2250 Wahlberechtigten.

„Das ist ein Indiz, dass das Thema die Menschen interessiert“, meint Bürgermeister Thomas Fritsch. Am kommenden Sonntag, 6. Dezember, entscheiden die Mönsheimer über die Zukunft von zwei alten Häusern am Marktplatz. Der Gemeinderat hatte eigentlich den Abbruch der beiden Gebäude beschlossen, die Fläche sollte neu bebaut werden. Eine Bürgerinitiative machte sich jedoch für den Erhalt stark und sammelte genügend Unterschriften, um einen Bürgerentscheid durchzusetzen.

Jetzt sind die Wähler am Zug: Sie entscheiden über die Frage „Sollen die beiden Häuser am Marktplatz erhalten bleiben und in privater Initiative saniert werden?“ Wenn die Mehrheit mit „Ja“ antwortet, bleiben die Häuser stehen – allerdings muss diese Mehrheit mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten betragen, das wären rund 450 Stimmen. Lehnt die Mehrheit diesen Vorschlag ab – wiederum mindestens 20 Prozent – bleibt alles beim Alten: Der Beschluss zum Abriss wird umgesetzt. Das Besondere beim Mönsheimer Bürgerentscheid: Erst vor kurzem hat der Landtag die Hürde von 25 auf 20 Prozent gesenkt – das macht es leichter, das nötige Quorum zu erreichen. Wie die Bürger sich entscheiden, sei schlecht einzuschätzen, meinen sowohl Initiator Ralph Stuible als auch Bürgermeister Thomas Fritsch. „Wir hatten viele kontroverse Diskussionen“, so Stuible. Unabhängig vom Ausgang hat der Bürgermeister das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 15. Dezember, genommen.

Die Organisatoren des Bürgerentscheids rufen genauso wie Fritsch dazu auf, zur Wahl zu gehen. „Ein Bürgerentscheid ist die direkteste Form der Demokratie“, betonen sie. Die Bürger könnten so aktiv mitgestalten und Verantwortung für ihre Gemeinde übernehmen. Die Wahllokale haben am Sonntag, 6. Dezember, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Außerdem haben Briefwähler noch heute und morgen Gelegenheit, ihre Unterlagen im Rathaus abzugeben, so Hauptamtsleiter Klaus Arnold. Am heutigen Freitag hat das Rathaus deshalb bis 18 Uhr geöffnet, am morgigen Samstag von 9 bis 12 Uhr.