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Die Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen den Abriss der Gebäude Pforzheimer Straße 3 und 5 (im Hintergrund) werden übergeben. Markus Rösler (von links), der stellvertretende Bürgermeister Walter Knapp, Hauptamtsleiter Klaus Arnold, Ralf Stuible und Silke Wuff. Foto: Tilo Keller
Die Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen den Abriss der Gebäude Pforzheimer Straße 3 und 5 (im Hintergrund) werden übergeben. Markus Rösler (von links), der stellvertretende Bürgermeister Walter Knapp, Hauptamtsleiter Klaus Arnold, Ralf Stuible und Silke Wuff. Foto: Tilo Keller
07.08.2015

Mönsheimer wehren sich gegen Abriss zweier alter Gebäude

Mönsheim. Der Abriss zweier Häuser am Mönsheimer Marktplatz soll auf den Prüfstand. Eine Interessengemeinschaft betont: Die alten Gebäude prägen das Ortsbild.

Eine Interessengemeinschaft macht in Mönsheim gegen den Beschluss mobil, zwei alte Häuser am Marktplatz abzureißen. Ihr Ziel: ein Bürgerentscheid. „Die Menschen sollten darüber abstimmen können, was mit den beiden Häusern geschieht“, meinten am Freitag Ralf Stuible, Silke Wuff und Markus Rösler. Deshalb haben sie rund 200 Unterschriften gesammelt, seit der Gemeinderat sich vor vier Wochen nach langer Diskussion für den Abriss entschieden hat. Am Freitagvormittag übergaben sie die Liste an den stellvertretenden Bürgermeister Walter Knapp und Hauptamtsleiter Klaus Arnold – Bürgermeister Thomas Fritsch ist derzeit in Urlaub.

Im Gespräch mit den Mönsheimern sei klar geworden, was die Menschen am meisten am Abbruch-Beschluss stört, so die drei Initiatoren. Es sei vollkommen offen, was hinterher an der Pforzheimer Straße 3 und 5 entstehen soll: Ein freier Platz oder eine neue Bebauung – und wenn ja, in welcher Form? Deshalb hätten viele Bürger den Wunsch, das Alte zu erhalten. Im Bürgerentscheid sollen die Menschen über folgende Frage abstimmen: „Sind sie dafür, dass die zwei historischen Gebäude am Marktplatz erhalten bleiben und in privater Initiative saniert werden?“ In der Begründung wird der Charme der beiden Gebäude hervorgehoben und auf ihre ortsbildprägende Bedeutung hingewiesen.

Die Gemeinde wird nun prüfen, ob das Bürgerbegehren alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, so Hauptamtsleiter Arnold. Dabei geht es zunächst um die Frist: Das Begehren muss innerhalb von sechs Wochen nach der Entscheidung eingereicht werden. Außerdem müssen mindestens zehn Prozent der rund 1700 Wahlberechtigten unterschrieben haben. Ist diese Hürde genommen, muss geklärt werden, ob kein k.o.-Kriterium einem Bürgerentscheid im Wege steht.

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