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Nach den Plänen zur Neugestaltung des Mönsheimer Marktplatzes soll durch leichte Änderungen der Topographie das Podest entfallen und damit der Zugang zur Kirche barrierefrei werden. Foto: Tilo Keller

Mönsheims Ortsmitte wird weiter optimiert

Mönsheim. Der Gemeinderat hat sich ausgiebig mit den jüngsten Plänen der Landschaftsarchitekten auseinandergesetzt und verschiedene Varianten und einzelne Details diskutiert.

Bürgermeister Thomas Fritsch erklärte, dass es nach den Vorentwürfen Abstimmungsgespräche mit allen Beteiligten gegeben habe. Neu gestaltet wird der Marktplatz im Bereich vor Kirche und Alter Kelter, bis hin zum geplanten Neubau der Schaubäckerei und dem Alten Rathaus. Ein weiterer Bereich, der auf seine Gestaltung wartet, ist der geplante Pergolahof, der hinter der Alten Kelter und dem Gemeindehaus liegt und auch die Flächen um den anschließenden geplanten Neubau neben dem Alten Schlössle betrifft.

Landschaftsarchitektin Dagmar Hedder ging auf die Änderungen ein, die sich seit der Vorplanung ergeben haben. Das Belagskonzept sah die Weiterführung der in Bögen gelegten Granitsteine vor, wie sie auch vor dem Rathaus liegen. Die Parkplätze sind mit geraden Reihen markiert. Als Gestaltungselement hatte Hedder in der Vorplanung eine viereckige Fläche mit glatteren und größeren Platten vorgeschlagen, was sie wie einen viereckigen Teppich auf die Kirche zulaufen ließ. Nach Anregungen aus dem Gemeinderat legte sie vier Varianten vor, wie die Formation geformt werden könnte, um möglichst mehr glatten Belag auf den Marktplatz zu bekommen. Das Gremium war überwiegend für den Entwurf, in dem sich das glattere Material in gebogener Form zwischen der Bebauung ausbreitet und nur an den Rändern das bisherige Pflaster vorsieht.

Gemeinderat Hans Kuhnle (BLM) kritisierte das „Holperpflaster“ und schlug vor, auch eine Wegverbindung zu den Gebäuden, vor allem aber zum Alten Rathaus einzuplanen, wo später das Soziale Netzwerk der Gemeinde untergebracht werden soll. Die Landschaftsarchitektin versprach, sich darüber nochmals Gedanken zu machen. Hedder schlug außerdem vor, eine Bemusterung anzusetzen und bei dieser Gelegenheit die anvisierte Bogenfläche abzustecken, allerdings erst, wenn der Neubau des Mühleladens steht.

Die größte Änderung zur bisherigen Planung ist der Wegfall des Podestes vor der Kirche. Die Topographie soll so angepasst werden, dass der Zugang zur Kirche barrierefrei wird. Zur Diskussion stand auch die Änderungen am Brunnenkunstwerk neben der Kelter, das zukünftig kein Wasser mehr führen soll. Das Gremium war sich einig, die hinteren Rinnen zu schließen, indem die Pflasterung einfach weitergeführt wird. Die Mehrheit entschied außerdem, dass die vorderen Rinnen mit robusten Gräsern bepflanzt werden sollen. Für die Platzgestaltung hinter Kelter und Gemeindehaus legte Landschaftsarchitekt Joachim König die neuen Planungen vor. Am Boden soll das gleiche Granitmaterial wie am Marktplatz zum Einsatz kommen, allerdings in einer gesägten und damit glatteren Version. Das Gremium entschied sich für die aktuelle Planung, behielt sich aber vor, das Pflaster in der nächsten Sitzung an einem Beispiel gezeigt zu bekommen. Die Arbeiten, die in diesem Bereich auch den Bau einer Pergola sowie eine neue Treppe in Richtung Schulstraße umfassen, sind für Ende Oktober geplant.