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24.07.2008

Motorradfahrer stirbt nach heftigem Aufprall auf der B 294

BIRKENFELD. Ein 30-jähriger Motorradfahrer ist bei einem Unfall auf der B 294 zwischen Birkenfeld und Neuenbürg am Mittwochabend ums Leben gekommen. Das zwölfte Todesopfer dieses Jahr auf den Straßen der Region. Zum Vergleich: In 2007 gab es nur sieben Unfalltote.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der 30-Jährige am Mittwoch kurz vor 21 Uhr mit seinem Motorrad auf der B 294 von Neuenbürg kommend Richtung Birkenfeld gefahren. Bei der Engelsbrander Haltestelle wollte zu diesem Zeitpunkt ein 48-Jähriger mit einem Kleintransporter aus der Gegenrichtung nach links auf den Parkplatz des dortigen Campingplatzes abbiegen. Dabei, so die Polizei, habe er das Motorrad übersehen.

Sehr heftiger Zusammenstoß

Der Zusammenstoß wird als sehr heftig beschrieben. Der Motorradfahrer sei noch an der Unfallstelle an schwersten Verletzungen gestorben. Er ist der zwölfte Mensch, der in diesem Jahr auf den Straßen im Bereich der Polizeidirektion Pforzheim ums Leben gekommen ist. Im gesamten Jahr 2007 waren demgegenüber nur sieben Unfalltote zu beklagen gewesen.

Nachvollziehbare Gründe für die schwarze Serie dieses Jahres gibt es aus Sicht der Polizei nicht. Die Präventionsarbeit war zuletzt zum Beispiel mit Verkehrssicherheitstagen in Pforzheim noch einmal verstärkt worden. Und wie in den vergangenen Jahren setzt die Polizei auf gezielte Verkehrskontrollen an Unfallschwerpunkten. Besonders Tempoüberschreitungen und Verstöße gegen Gurt- oder Helmpflicht sind dabei im Visier – Hauptrisikofaktoren für Unfälle mit schwerwiegenden Folgen. Nach tödlichen Unfällen, deren Ursachen ermittelt wurden, reagierte die Polizei auch mit entsprechenden Kontrollen an den Unglücksorten.

„Wir haben uns vergangenes Jahr auch nicht dafür gelobt, dass wenige Unfalltote zu beklagen waren“, sagt Polizeisprecher Rüdiger Schroth, „wir wissen, dass oft Zufälle eine Rolle Spielen, die wir nicht in der Hand haben.“

Beim jüngsten tödlichen Unfall zum Beispiel war nicht die Gruppe der jungen Fahrer betroffen, die zuletzt die größten Sorgen ausgelöst hatte. Der Motorradfahrer hatte einen Helm getragen. Die Strecke bei der Engelsbrander Haltestelle beschreibt Schroth als „nicht unübersichtlich“. Zudem sei in diesem Bereich Tempo 70 vorgeschrieben.

Die genauen Umstände des Unfalls vom Mittwochabend soll ein Sachverständiger klären, den die Polizei eingeschaltet hat. Am Unfallort waren Notarzt und Freiwillige Feuerwehr Birkenfeld im Einsatz. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 20.000 Euro.