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Eine ganz besondere Gruppenstunde erlebten Jungpfadfinder der Adventgemeinde Mühlacker gemeinsam mit den Trainern der Kampfkunst Mühlacker.  Foto: Privat 

Mühlacker Pfadfinder üben Selbstverteidigung

Mühlacker. Bei der richtigen Verteidigung kommt es in erster Linie vor allem auf die Selbstbehauptung an. Laut und deutlich muss man in der Lage sein, zu sagen: „Lass mich in Ruhe“. Die Pfadfinder der Adventgemeinde Mühlacker stellten vor kurzem schnell fest, dass dieser Satz besonders wichtig ist, wenn es darum geht, sich selbst zu verteidigen.

Wie sich die 13 Jungpfadfindern der Gruppe „Schneeleoparden“ verbal und körperlich schützen können, zeigten ihnen vier Trainer des Vereins Kampfkunst Mühlacker. „Wichtig ist uns dabei außerdem“, so der Selbstverteidigungstrainer Martin Weiss, „dass die Kinder das Gelernte nur zur Verteidigung einsetzen und nicht, um andere zu schlagen.“

Zunächst lernen die Jungpfadfinder deshalb auch, wie sie ihre Stimme einsetzen und dem Gegenüber Grenzen aufzeigen können. Die richtige Schlagtechnik und auch den Schutz des eigenen Körpers vor Schlägen anderer, trainierten die Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren mit sogenannten Pratzen. Diese Schlagpolster kommen in einer Partnerübung zum Einsatz. Während einer die Pratze über die Hand stülpt, schlägt der andere mit geballter Faust oder auch mit dem Handballen dagegen, gleichzeitig muss er sein Gesicht schützen. „Ganz schön anstrengend“, findet der zehnjährige Jakob und so bauen die Trainer des Mühlacker Kampfsportvereins immer wieder Gruppenspiele ins Programm ein.

Wie sich die erlernten Verteidigungsstrategien im Alltag einsetzen lassen, erfahren die Schneeleoparden an ganz konkreten Beispielsituationen. „Wir möchten die Kinder für bestimmte Situationen sensibilisieren“, erklärt Weiss. „Sie sollen wissen, wie sie sich verhalten, wenn sie von Fremden angesprochen und aufgefordert werden, mit ihnen zu kommen. Außerdem möchten wir den Kindern nahebringen, dass sie aufeinander achten.“