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Ein 3-D-Drucker steht für Klaus Gerlinger (vorne links), Thomas Mühlbayer (hinten links) und die Projektteilnehmer für eine Produktion schon zur Verfügung.  Foto: fotomoment 

Mühlacker: Schulfirma will digital arbeiten und wird mit Preisgeld belohnt

Mühlacker. Die Idee zu einer digital arbeitenden Schulfirma hatten zehn Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Mühlacker. Die Gruppe kam dabei auf den dritten Platz der „Ferry Porsche Challenge“. „Es war ein etwas holpriger Start“, so Klaus Gerlinger. Als Lehrer betreut er das Projekt. Die Schule wurde per Mail über die Ausschreibung informiert. Mele Krüger (Klasse 9a) und ihr Bruder Jarne Krüger (7a) fanden diese im Internet. Sie initiierten die Teilnahme an dem Wettbewerb für Schulen, durch den die Digitalisierung an Schulen vorangetrieben werden sollte.

„Digital School Company“ (DISCO) tauften sie eine von zwei ihrer Projektideen. Seit Mitte Februar wurde an dem Konzept für eine digitale Schulfirma gearbeitet. Wegen Corona waren persönliche Treffen nicht immer möglich. Da der erste Abgabetermin verlängert wurde, gab es etwas mehr Zeit für die Konzeptausarbeitung. „Eine Woche vor Abgabetermin waren wir fertig“, so Projektteilnehmerin Katharina Schulze.

300 Projekte wurden bei der „Ferry Porsche Challenge“ eingereicht. 29 von ihnen waren im Finale. Online präsentierten sie vom 19. bis 21. Mai ihre Arbeiten. „Respekt, das hätte ich nicht gedacht“, kommentierte Thomas Mühlbayer am Donnerstag den dritten Platz der Projektgruppe des THG. In Konkurrenz zu viel größeren Schulen ist für THG-Schulleiter Mühlbayer diese Leistung „enorm“.

„Wir haben uns für das Konzept viel Zeit genommen“, so Mele Krüger.

Daran soll sich nichts ändern. Alle Klassen und Fachschaften der Schule werden miteinbezogen. Alle können klassenweise abstimmen, was in der „Digital School Company“ hergestellt werden soll. Schachfiguren mit Köpfen oder THG-Kugelschreiber stehen zur Diskussion. „Die Kunstfachschaft hat angeboten, Werbeplakate zu machen“, so Klaus Gerlinger. „Vernetzungsgedanken“ sind ihm wichtig, sowohl in der Schule als auch mit Unternehmen. Solche könnten dem Projekt wertvolle Hinweise geben.

Thomas Mühlbayer würde sich freuen, wenn aus der Projektgruppe eine offizielle AG entstehen würde. Er habe mit einer größeren finanziellen Unterstützung des Kultusministeriums gerechnet. Denn die verfügbaren Lehrerstunden müssten auf eine begrenzte Anzahl von Arbeitsgruppen verteilt werden.

Zu Beginn des kommenden Schuljahres wird entschieden, welches Produkt hergestellt, produziert und dann vermarktet wird. Dazu wird das Preisgeld von 25 000 Euro für den dritten Platz bei der „Ferry Porsche Challenge“ eingesetzt.