Mühlacker Stadträte, die neue Wege bei der Jugendsozialarbeit befürworten, wundern sich wegen Äußerungen

Mühlacker. In einer Stellungnahme hatten die Mühlacker Ratsfraktionen der FDP und der Freien Wähler (FW) kürzlich gefordert, den Beschluss, die Jugendsozialarbeit in städtische Hände zu nehmen, rückgängig zu machen (die PZ berichtete). Nun melden sich die Befürworter des Beschlusses zu Wort. Die Entscheidung, dass Schulsozialarbeit, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Mobile Kindersozialarbeit und Mobile Jugendarbeit sowie die Schaffung der Stelle eines Stadtjugendreferenten in die kommunale Trägerschaft der Stadt Mühlacker übergeht, sei kein Selbstzweck der Fraktionen oder politisches Kalkül, so die Ratsfraktionen der CDU, LMU und SPD. Es gehe einzig um die Stärkung der Sozialarbeit in Mühlacker im Interesse der Kinder und Jugendlichen.

Die Fraktionen der CDU, LMU und SPD appellieren an die FDP und die Freien Wähler, „nicht den Weg über die Presse mit Halbwahrheiten und mit dem Schüren von Ängsten“ zu gehen, heißt es weiter in der Stellungnahme. Verbunden damit wünsche man sich konstruktive Gespräche in den dafür vorgesehenen politischen Gremien – aber auch mit dem bisherigen Träger „Plan B“, um „gemeinsam ein neues Kapitel im Bereich der Kinder- und Jugendsozialarbeit in Mühlacker zu schreiben.“ Man habe daher auf Ende Mai zu einem gemeinsamen Gespräch zwischen den Fraktionen, der Stadtverwaltung, dem Träger der Schulsozialarbeit „miteinanderleben e.V.“ und dessen Mitarbeitenden eingeladen. Von FDP und Freien Wählern gebe es aber noch keine RückmeldungUnd aus Sicht von CDU, LMU und SPD sei der Weg über die Presse nicht der richtige. Denn es gehe um Vertrauen und Kooperation – beides sei bei FDP und Freien Wählern nicht erkennbar. Im Übrigen habe die Stadt zugesichert, die Stelle eines Jugendreferenten bald auszuschreiben. Parallel dazu seien CDU, LMU und SPD dabei, den beschlossenen Arbeitskreis Jugendarbeit flankierend zur Ausschreibung ins Leben zu rufen.