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28.02.2017

Mühle Beck in Weiler: Das tägliche Brot des christlichen Glaubens

500 Jahre Reformation: Dieses Thema bewegt viele Menschen. So haben sich die evangelische Landeskirche Baden und Württemberg für das Jubiläumsjahr auf eine Losung verständigt.

Sie lautet: „Da ist Freiheit – 500 Jahre Reformation.“ Die Losung soll daran erinnern, dass die Reformation die Kraft des Evangeliums in den Mittelpunkt kirchlicher Verkündigung gestellt hat: das tägliche Brot in der Auslegung Martin Luthers. Die Reformation war geprägt von dem Ringen um das rechte Verständnis des christlichen Glaubens. So war für Martin Luther das Brot nicht nur ein Nahrungsmittel, sondern auch ein Symbol der leiblichen Fürsorge Gottes.

In seiner Erklärung des Vaterunsers deutet er die Bitte um das „täglich Brot“ als Bitte um all das, was der Mensch Tag für Tag zur „Leibesnahrung und zum Lebensunterhalt“ braucht. Deshalb lag es nahe, zum 500-Jährigen ein Brotmehl für den Haushaltsgebrauch, aber auch für Bäcker zum Backen zu entwickeln. Und was lag da – zumindest in Keltern – näher, als der Bezug zur Mühle Beck in Weiler. Sie wird von Ursula Becker, geborene Beck, und ihrem Mann Martin bereits in der zehnten Generation geführt. Sie haben die Brotmischung mit zum Teil alten Getreidesorten zum Reformationsjahr geschaffen.

Gewürzt mit Kräutern, die schon dem Hause Luther zur Verfügung standen. So ergibt sich lediglich unter Zusatz von etwas Salz ein dunkles Brot, kräftig im Geschmack leicht herzustellen. Von dem Verkaufserlös (500 Gramm kosten zwei Euro) gehen jeweils 50 Cent an die Evangelische Landeskirche in Baden, die damit die Kirchenkäserei Sindolsheim unterstützt.