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Einblick: Im Technischen Museum zeigt Herbert Mutschelknauss das Guillochieren.
Einblick: Im Technischen Museum zeigt Herbert Mutschelknauss das Guillochieren.
Zauberte den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht: Der Schauspieler Philipp Lorenz alias Jacques Müllsacques sorgte beim Schmuckmuseum für Situationskomik und zahlreiche lustige Momente.   Tilo Keller
Zauberte den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht: Der Schauspieler Philipp Lorenz alias Jacques Müllsacques sorgte beim Schmuckmuseum für Situationskomik und zahlreiche lustige Momente. Tilo Keller
Museumspädagogin Anne Einsiedler (hinten stehend) leitet Chistiane, Rick, Ralf, und Ronny Dihlmann (von links) beim Bambusworkshop im Rathaus-Pavillon an.
Museumspädagogin Anne Einsiedler (hinten stehend) leitet Chistiane, Rick, Ralf, und Ronny Dihlmann (von links) beim Bambusworkshop im Rathaus-Pavillon an.
22.05.2016

Museumstag lockt Besucher mit spannendem Sonderprogramm

Das macht Spaß und ist gar nicht schwer.“ Ronny Dihlmann ist begeistert. Zusammen mit seiner fünfköpfigen Familie versucht er im Stadtlabor, aus dünnen Bambusstäben fünfeckige und sechseckige Sterne zu bauen. „Aus solchen lassen sich riesige Fußbälle gestalten“, sagt Designerin und Museumspädagogin Regine Landauer. Gemeinsam mit ihrer Kollegin, der Architektin Anne Einsiedler, zeigt sie Interessierten im Rathaus-Pavillon, wie sie die Stäbe mit Gummi zusammenbauen können.

Ob Sterne, Pyramiden oder kühn geschwungene Konstruktionen – vieles lässt sich mit diesem stabilen und doch so formbaren Naturmaterial machen. Das wollten die Museumspädagoginnen am gestrigen Internationalen Museumstag Interessierten zeigen. Der Workshop hat auch Nina Guthmann angesprochen, die sich daraus sogar Anregungen für ein Spiel bei einer Hochzeit mitnehmen will.

Das Stadtlabor im Rathaus-Pavillon war ebenso wie das Gasometer erstmals am gestrigen Museumstag unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ dabei, zu dem sich alle Pforzheimer Museen ein spannendes Sonderprogramm einfallen ließen.

„Teddy darf mit“ hieß es beispielsweise im Schmuckmuseum. Dort konnten die zahlreichen großen und kleinen Besucher nicht nur an Führungen oder einer Schatzsuche mit „Schmucki der Perlsau“ teilnehmen. Im Stadtgarten hatten die Mobilen Kinderangebote (MOKI) des Stadtjugendrings viele Stationen aufgebaut. Manche Kinder bauten aus Lego-Steinen Häuser, andere setzten Holzklötze zu Türmen zusammen, versuchten sich im Dosenwerfen, beim Pedalofahren oder bastelten aus Walnüssen Musikinstrumente für die Hosentasche. „Wir wollten, dass für die ganze Familie etwas dabei ist“, erklärte Isabel Schmidt-Mappes, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Schmuckmuseum, die sich zufrieden über die Besucherzahl zeigte.

Vor allem Philipp Lorenz alias „Jacques Müllsacques“ sorgte mit seinem Hund „Bijou“ für fröhliche Gesichter. Ausgestattet mit Staffelei und einem Leiterwagen voller witziger Utensilien ließ er Kinder und Erwachsene durch ein Bild von Mona Lisa blicken und fotografierte dies mit seiner Polaroid-Kamera.

Er stattete mit seinen Späßen ebenso wie „Schmucki“ auch dem Technischen Museum einen Besuch ab. Dort bekamen die Besucher zudem spannende Einblicke in die Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie. Der Museumstag war gleichzeitig das Abschlussfest vor der Umgestaltung für das Jubiläum im kommenden Jahr.

Für elf Monate ist das Museum nun geschlossen und Verwaltungsleiterin Simone Flumm hat bereits vergangene Woche mehr Besucher erlebt. Sich rechnete auch gestern mit mehr als 400 Interessierten. Die „Maultaschen am laufenden Band“ fanden jedenfalls viel Zuspruch. Wer Glück hatte und für den Museums-Umbau spendete, fand in einer der Maultaschen einen versteckten Ring.