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Festliche Musik führte das Kammerorchester der Musik- und Kunstschule Westlicher Enzkreis unter Leitung von Susanne Reiner in der evangelischen Kirche Remchingen auf. Mit zwei Arien glänzte auch die junge Sopranistin Julia Gärtner (vorne rechts).  Foto: Molnar
Festliche Musik führte das Kammerorchester der Musik- und Kunstschule Westlicher Enzkreis unter Leitung von Susanne Reiner in der evangelischen Kirche Remchingen auf. Mit zwei Arien glänzte auch die junge Sopranistin Julia Gärtner (vorne rechts). Foto: Molnar
20.12.2015

Musik- und Kunstschule Westlicher Enzkreis: Barocke Klänge im Advent

Händels festliche „Feuerwerksmusik“ hallt durch die evangelische Kirche in Wilferdingen. Unter dem geschmückten Tannenbaum musizieren 50 junge Streicher und Bläser, die mit dem Allegro der Ouvertüre noch einmal alle Register ziehen und für ein musikalisches Feuerwerk sorgen. „Das Kammerorchester hat einen super Klang“, ist Hans-Peter Dennemarck am Schluss denn auch ganz Feuer und Flamme, macht den Schülern und Dirigentin Susanne Reiner ein großes Kompliment. Der Schulleiter der Musik- und Kunstschule Westlicher Enzkreis hat auch Grund zur Freude, war es doch seine Idee, mal wieder ein Weihnachtskonzert zu veranstalten.

Lange ist es her, als diese Tradition unterbrochen wurde. Mit dem ehemaligen Gesangslehrer Florian Metz war sie zur Blüte gelangt, soll nun zu neuem Leben erweckt werden. Jedenfalls könnte sich Dennemarck ein Konzert im nächsten Jahr gut vorstellen. Aus dem bestehenden Sinfonieorchester mit über 80 Nachwuchsmusikern wurde ein Kammerorchester gebildet, mit dem Dirigentin Reiner seit September probte. Talentierten Solisten wurde zudem die Möglichkeit gegeben, mit dem Orchester zusammenzuspielen.

Arien von Mozart und Händel

Die Sopranistin Julia Gärtner trug etwa die Arie „Deh vieni non tadar“ aus Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ vor, mit der die 19-jährige 2014 auch beim Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ teilgenommen hatte. Ihre zarte Stimme passte auch schön zu der lyrischen Händel-Arie „Lascia ch’io pianga“.

Viel Schwung brachte die erst zehnjährige Carolin Carl mit ihrer Altblockflöte in die Kirche – bei einem Satz aus dem Concerto F-Dur von Vivaldi. Im bestens aufeinander abgestimmten Blockflötenquartett mit Katharina Hanselle (14), Benjamin Fiedler (13) und Deborah Nagel (13) gelang ihr ein hübsch verzierter Ausschnitt aus Schickhardts Concerto V in e-Moll, der von Lehrerin Pamela Reith am Cembalo begleitet wurde. Zwei weitere Pädagogen wirkten noch mit – Elisabeth Münz an der Oboe und Wolfgang Mücke am Fagott. Sie übernahmen den Solopart bei Vivaldis Concerto G-Dur op. 42, Nr. 3, ließen die Klangfarben ihrer Instrumente im Wechsel mit dem Orchester wunderbar erkennen. Viel Applaus gab es – und eine Geste der Dirigentin, die besagte: Ich umarme euch alle.