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Gunther Krichbaum (von links) ehrt Andreas Vogel, Petra Ruck, Andrea Tietze, Ralf Römpp, Brigitte Schönfelder und Klaus Wiedemann. Foto: Fux
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„Bei uns spielt die Musik“ lautet das Motto in Heimsheim. Foto: Fux

Musikverein Heimsheim feiert 100-jähriges Bestehen mit beschwingtem Abend

Heimsheim. Mit einem Fest- und Ehrungsabend sowie Musik feierte der Musikverein Stadtkapelle Heimsheim am Samstagabend in der Stadthalle sein 100-jähriges Bestehen. „Wir haben das Jahrhundert vollgemacht. 100 Jahre bewegte und ereignisreiche Vereinsgeschichte liegen hinter uns“, betonte Vorsitzender Klaus Wiedemann. Der Musikverein sei zwar schon ziemlich alt, aber keineswegs angestaubt oder altbacken. Mit dem Motto fürs Jubiläumsjahr „Bei uns spielt die Musik“ drücke man aus, „dass unser Verein aktiv ist“, betonte Wiedemann.

Das musikalische Programm des Abends, durch das seine Stellvertreterin Brigitte Schönfelder führte, darunter ein Bon-Jovi-Rock Mix, die 1980er-Kult(tour) und Musik von John Miles gaben ihm recht. Doch fehlten auch Stücke aus der Gründerzeit, Märsche und konzertante Musik nicht.

„Wenn ein Verein alt werden will, muss er jung bleiben“, berief sich Heimsheims Bürgermeister Jürgen Troll auf eine Weisheit, die der Verein beherzigt. Denn zum Musikverein gehören seit Jahrzehnten eine erfolgreiche Jugendarbeit und viele Musikrichtungen. „Seit 100 Jahren bereichert der Musikverein Stadtkapelle Heimsheim das kulturelle Leben unserer Stadt und ist als musikalischer Botschafter ein würdiger kultureller Repräsentant“, unterstrich Heimsheims Rathauschef. So sei es vor 50 Jahren die richtige Entscheidung des Gemeinderats gewesen, dem Musikverein den Titel „Stadtkapelle zu verleihen. Neben der Jubiläumsgabe der Stadt hatte Troll noch ein weiteres Geschenk im Gepäck: Mit dem anstehenden Neubau eines Bauhofs mit einem Vereinsraum erfüllt die Stadt den langgehegten Wunsch der Musiker nach einem Zuhause, einem Probelokal.

„Die Planungen sind fortgeschritten und so könnte der symbolische Spatenstich noch im Jubiläumsjahr stattfinden“, so Troll. In seiner Funktion als Vorsitzender des Blasmusikkreisverbandes sprach CDU-Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum. „Bereits ein Jahr nach dem Ersten Weltkrieg fanden engagierte Menschen die Kraft und gründeten den Musikverein“, so Krichbaum: „Was wäre eine Stadt, eine Gemeinde ohne Musik? Schließlich werde ein Fest nur mit Musik zum Ereignis. „Vielleicht können wir nächstes Jahr zusammen schon 125-jähriges Bestehen feiern“, so der Verbandsvertreter. Denn laut Vereinschronik könnte es den Musikverein bereits 1895 gegeben haben. Doch die Unterlagen und Belege verbrannten während des Zweiten Weltkriegs.

Geschichtliche Abrisse streute auch Klaus Wiedemann ein, während seine Töchter Ida und Lotta mit einem Leiterwagen die Vereinschronik unter die Besucher brachten. Im Namen des Kuratoriums, des heimatgeschichtlichen Freundeskreises sowie aller im Kuratorium organisierten Heimsheimer Vereine, Kirchen und Organisationen gratulierte Jürgen Gerhold, Vorsitzender des Kuratoriums Schleglerschloss. „Menschen bewegen Menschen, die Musik spricht unsere Sinne, das Herz an“, unterstrich der Redner und übergab ein Geldgeschenk samt Klangstab.