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Symbolbild: Pixabay
Symbolbild: Pixabay
14.03.2019

Mutmaßlicher Fahrraddieb flüchtet mit elektrischem Rollstuhl

Remchingen-Wilferdingen. Hollywood lebt von Filmen mit Verfolgungsjagden, in denen waghalsige Autofahrer mit aufgemotzten Karren wie irre durch die Gegend rasen und jeden Crash heil überstehen. In Remchingen-Wilferdingen ticken die Uhren noch etwas anders. Da flüchten die Übeltäter eher gemütlich. Zum Beispiel in einem Rollstuhl. Doch die Polizei war am Mittwochabend einfach schneller und konnte einen mutmaßlichen Fahrraddieb mit seinem Fluchtfahrzeug aufhalten.

Ein 21-jähriger Rumäne war am Mittwochabend von einem Hausbewohner an der Nöttinger Straße dabei erwischt worden, wie er gerade ein Fahrrad stehlen wollte. Als der Zeuge den Dieb aufforderte, das Rad stehen zu lassen, flüchtete der junge Mann zunächst - wie in der Regel üblich - zu Fuß und ohne Beute.

Die Fahndung dreier Polizeistreifen führte aber zu einem Rollstuhlfahrer, der auf der Nöttinger Straße unterwegs war und auf den die Beschreibung des Tatverdächtigen zutraf. Es stellte sich heraus, dass der deutlich alkoholisierte Mann keineswegs an einer körperlichen Einschränkung litt, sondern den elektrischen Krankenfahrstuhl seines Vaters benutzte. Der war offensichtlich zu langsam, um weit genug vom Tatort zu verschwinden.

Obendrein hatte der Tatverdächtige doppeltes Pech: Er wurde geschnappt und musste dann auch noch einen Atemalkoholtest über sich ergehen lassen, der 1,3 Promille anzeigte. Nun wird der 21-Jährige nicht nur wegen eines versuchten Diebstahls, sondern auch noch wegen Trunkenheit im Verkehr angezeigt.