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07.01.2018

Nabu-Ortsgruppe blickt zurück auf bewegtes Jahr

Engelsbrand. Bei der Nabu-Ortsgruppe Engelsbrand hat man Jahresrückblick gehalten und unterstrichen, dass man gegen Windräder auf der Büchenbronner Höhe ist. Seitens des Nabu Engelsbrand sei man deshalb sehr froh über die Ablehnung des Immissionsschutzantrags für den Bau von Windrädern.

Über jährlich tausend Stunden ehrenamtliches Engagement in mehr als vier Jahren hätten sich also gelohnt. Dazu komme ein erheblicher finanzieller Aufwand, der für das Richtigstellen falscher und unvollständiger Gutachten aufgewendet werden musste. Die vom Nabu erarbeiteten und verfassten Dokumentationen zur Gefährdung gesetzlich streng geschützter Vogelarten seien ursächlich der Anlass für die Ablehnung des Bauantrags durch die Behörde gewesen. Wenn sich der Nabu nicht so stark in der Sache engagiert hätte, dann gäbe es das beliebte Landschaftsschutzgebiet auf der Büchenbronner Höhe in seiner Ursprünglichkeit nicht mehr, ist man sich bei der Ortsgruppe sicher. Bestätigt werde diese Erkenntnis durch die Untersuchung über die Richtigkeit von einer Vielzahl sogenannter artenschutzrechtlichen Gutachten, die bereits zu einer Genehmigung zur Erstellung von Windkraftanlagen in 2016 führten. Diese Untersuchung sei 2017 von den drei großen Naturschutzverbänden in Auftrag gegeben worden. Das Ergebnis sei niederschmetternd: Sämtliche Gutachten erfüllten unter 50 Prozent der rechtlichen Vorgaben der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, die für eine artenschutzrechtliche Untersuchung notwendig seien. Dank ging an die Naturschutzbehörde der Stadt Pforzheim, die ihre Beurteilung sachlich und korrekt vollzogen habe. Die Situation habe Auswirkungen auf die anstehende Teilflächennutzungsplanung Wind der Gemeinde Engelsbrand. Denn die Rotmilane machten an Pforzheims Stadtgrenze nicht Halt. Das anerkannte Rotmilan-Dichtezentrum erstrecke sich über Gemeindegrenzen hinweg. Die Einarbeitung der Erkenntnisse in das laufende Verfahren zum Teilflächennutzungsplan müsse geschehen, so der Nabu, um den naturschutzrechtlichen Belangen voll umfänglich zu genügen. pm