nach oben
13.09.2018

Nach Attacke in Heimsheim: Messerstecher ficht Urteil an

Heimsheim/Karlsruhe. Das Urteil gegen den Afghanen, der vergangene Woche wegen einer Messerattacke auf seine Frau im März dieses Jahres zu neun Jahren Haft verurteilt worden ist, ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung des 32-Jährigen habe am Donnerstag Revision gegen das Urteil des Schwurgerichts am Landgericht Karlsruhe eingelegt, so eine Sprecherin des Gerichts auf PZ-Anfrage.

Die Kammer hatte den Übergriff in Heimsheim unter anderem als versuchten Mord gewertet. Die Verteidigung des Mannes hatte auf gefährliche Körperverletzung, maximal jedoch auf versuchten Totschlag plädiert. Das Verfahren könnte nun vom Bundesgerichtshof (BGH) auf Fehler überprüft werden – jedoch nur, wenn die Revision innerhalb eines Monats auch schriftlich eingereicht wird. Zeugen werden vor dem BGH keine mehr gehört. Man wolle das schriftliche Urteil des Gerichts abwarten und dann schauen, wie es weitergeht, so der Pforzheimer Rechtsanwalt des Afghanen, Stefan Rothenstein. Sein Mandant hat laut der Enzkreisverwaltung bis Anfang 2020 eine Aufenthaltserlaubnis.