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Am Dienstagnachmittag wurde der 47-Jährige in Birkenfeld vorläufig festgenommen. © Meyer
05.12.2018

Nach Beziehungsstreit in Birkenfeld: Polizei findet Waffen in Wohnanwesen

Birkenfeld. Nach einem Beziehungsstreit ist am Dienstag in Birkenfeld ein Mann vorläufig festgenommen worden. Wie nun bekannt wurde, haben die Ermittler im Anschluss Waffen aus dem Wohnanwesen an der Karlstraße zur Untersuchung mitgenommen.

Das bestätigte Staatsanwalt Bernhard Ebinger auf PZ-Nachfrage. Ein 47-jähriger Mann und seine 42-jährige Ex-Freundin waren am Nachmittag in Streit geraten. Weil laut Ebinger ein "Anfangsverdacht einer Bedrohung" vorlag, eilte die Polizei mit mehreren Streifenwagenbesatzungen und einem Hundeführer zum Ort des Geschehens. Die Einsatzkräfte waren laut Ebinger zu ihrem eigenen Schutz bewaffnet und mit schusssicheren Westen ausgerüstet. Vor Ort konnten die Beamten die Situation zwischen den beiden Deutschen schnell klären, sie hatte sich als harmloser entpuppt, als zunächst angenommen wurde. Weitere Hintergründe – etwa wer die Polizei alarmiert hatte – gab der Staatsanwalt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preis.

Die Ermittler entdeckten im Zuge ihres Einsatzes mehrere Messer und ein Gewehr in dem Wohnanwesen. Die Waffen wurden laut Ebinger zur Überprüfung mitgenommen. Ersten Erkenntnissen zufolge sei für sie aber kein Waffenschein erforderlich. Der Mann sei zuvor nicht straffällig auffällig gewesen, so Ebinger weiter. Er wurde inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt. Zur Sache machte der 47-Jährige keine Angaben, ergänzte Ebinger.

Laut dem Staatsanwalt gibt es keinerlei Anhaltspunkte, dass eine Verbindung zum Fall des getöteten Sportschützen, Jägers und Büchsenmachers Simon Paulus bestehen könnte. Außerdem dementierte er Gerüchte, denen zufolge ein verschwundenes Kind eine Rolle in dem Beziehungsstreit gespielt habe.