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Vereinsvorsitzender Martin Leopold hofft, dass bis zum Reitturnier vom 18. bis 21. August wieder das meiste im alten Zustand ist: „Das ist die wichtigste Veranstaltung in unserem Vereinsjahr.“ Falk
Tanja Leopold mit Darina, einem der zwölf Pferde im Stall des Königsbacher Reitvereins. Die Tiere waren bei dem Brand Mitte Juni mit dem Schrecken davon gekommen. PZ-Archiv, Falk
30.07.2017

Nach Brand: Beim Königsbacher Reitverein tritt langsam wieder Normalität ein

Es ist mit das Schlimmste, das einem Pferdebesitzer passieren kann, sagt Martin Leopold: Ein Feuer auf der Reitanlage. „Das brauchen wir nicht noch einmal“, meint der Vorsitzende des Königsbacher Reit- und Fahrvereins.

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Denn Mitte Juni hatte es dortgebrannt (PZ berichtete). „Zum Glück nur Materialschaden“, so Leopold, dem man auch gut einen Monat später die Erleichterung noch ansieht, dass den Pferden nichts passiert ist. Langsam kehre auf dem Hof wieder die Normalität ein.

Feuer suchte sich seinen Weg

Ausgelöst wurde das Feuer im Wohnwagen des Stallmeisters, durch einen technischen Defekt am Netzteil des Röhrenfernsehers. Der Mitarbeiter selbst war glücklicherweise zu dem Zeitpunkt nicht in seinem Caravan. Das Feuer habe vom Wohnwagen schnell auf das Gebäude des Reitvereins übergegriffen, sagt Leopold: „Über die Gardinen und die Holzdecke hat es sich seinen Weg gesucht.“ Den größten Schaden hinterließ der Brand im Dach des Reiterstüble und der Küche. Die Reithalle selbst sei zum Glück fast unversehrt geblieben. Nichts abbekommen hat der Pferdestall, in dem zu dem Zeitpunkt zwölf Tiere untergebracht waren. Sie kamen mit dem Schrecken davon.

Schnelle Reaktion

Martin Leopold ist heute noch dankbar, wie schnell alle Beteiligten reagiert hätten. Die Bewohner eines Bauernhofs gegenüber vom Reitverein hatten Rauch bemerkt und geholfen, die Pferde in Sicherheit zu bringen. Auch der Stallmeister sei seinen Tieren keine Sekunde von der Seite gewichen. Die Floriansjünger aus Königsbach-Stein aber auch aus umliegenden Gemeinden waren binnen weniger Minuten vor Ort. „Wer weiß, was sonst noch passiert wäre“, ist Leopold erleichtert.

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Trotz allem konnte das Feuer einen Schaden von 200 000 Euro hinterlassen. Ein Versicherungsfall, sagt der Vorsitzende, allerdings sei noch unklar, ob alles übernommen werde. Bereits eine Woche nach dem Unglück konnten die Aufbauarbeiten beginnen. „Die Küche wird hoffentlich bis zum 18. August fertig“, hofft Leopold. Dann findet von Donnerstag bis Montag, 21. August, das Reitturnier des Vereins statt, mit Teilnehmern aus ganz Baden-Württemberg. „Das wichtigste Ereignis in unserem Vereinsjahr“, sagt Leopold. Der Reitertag am 24. und 25. Juni – vier Tage nach dem Brand – habe abgesagt werden müssen. Bis ins kommende Jahr wird sich die Sanierung des Reiterstübles ziehen.

Neuer Wohnwagen

Glück im Unglück – auch für den Stallmeister. Der hatte durch den Brand seines Wohnwagens so gut wie alles verloren. Gut eine Woche später schaffte der Verein aber bereits einen neuen Wohnwagen mit Erstausstattung an. „Der Schrecken hat sich so langsam bei uns allen gelegt“, sagt Leopold.

Der Reitbetrieb habe die ganze Zeit aufrechterhalten werden können. 35 Jugendliche sind im Verein aktiv, 50 Pferde nutzen die Anlage. Eine logistische Herausforderung, das nach dem Feuer alles zu organisieren, so der Vorsitzende.

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