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Demnach bestehe der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Den Personen wird vorgeworfen, als Ableger einer rechtsextremistischen Gruppierung Waffen in Osteuropa erwerben zu wollen. 

Nach Hausdurchsuchungen in Niefern und Vaihingen: Verdächtige sollen Anhänger der „Neue Stärke Partei“ sein

Niefern-Öschelbronn/Vaihingen. Fünf Personen aus dem rechtsextremen Spektrum sind in das Visier der Ermittler geraten. Wie berichtet, haben am Dienstag auf initiative der Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamts Baden-Württemberg mehrere Durchsuchungen stattgefunden – unter anderem in Gebäuden in Niefern und Vaihingen an der Enz. Nun ist bekannt: Die Verdächtigen sollen Anhänger der „Neue Stärke Partei“ sein.

Seit September 2022 läuft das Ermittlungsverfahren gegen die Gruppe fünf Personen aus dem rechtsextremen Milieu. Demnach bestehe der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Den Personen wird vorgeworfen, als Ableger einer rechtsextremistischen Gruppierung Waffen in Osteuropa erwerben zu wollen. Um welche Gruppierung es sich handelt, wollte die Staatsanwaltschaft am Dienstag nicht preisgeben. Wie nun am Mittwoch bekannt wurde, soll es sich bei den Verdächtigen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen „Neue Stärke Partei“ (NSP) handeln.

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Durchsuchungen im rechtsextremen Milieu: Wurde eine staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet?

Diese fiel nach Angaben des baden-württembergischen Verfassungsschutzes erstmals im Frühjahr 2022 im Südwesten auf. Die Kleinstpartei sei bereits zuvor mehrere Jahre in Thüringen als Verein aktiv gewesen, hieß es. Für Baden-Württemberg rechnet das Landesamt für Verfassungsschutz der „Neue Stärke Partei“ derzeit eine Personenanzahl im niedrigen zweistelligen Bereich zu, wie ein Sprecher mitteilte.

Wie der baden-württembergische Verfassungsschutz auf seiner Internetseite weiter schreibt, waren Verbindungen der NSP nach Baden-Württemberg bisher kaum feststellbar. Jedoch sei auf dem Telegram-Kanal der Partei am 5. März darüber berichtet worden, dass eine „Abteilung“ in Baden-Württemberg errichtet werden solle – Ableger gibt es bereits in Erfurt, Gera, Magdeburg und Rheinhessen. Im März verteilte die NSP nach Angaben des Verfassungsschutzes Flyer in Ludwigsburg.