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Die Aufteilung der Wälder des Enzkreises vor und nach der Reform.
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Abgeholzte Bäume werden in Zukunft in neustrukturierten Kreisrevieren zu finden sein. Foto: PZ-Archiv

Nach Kartellverfahren: Wälder des Enzkreises sind neu zugeordnet

Enzkreis. Die Neuorganisation der Forstreviere im Enzkreis ist – zumindest auf dem Papier – abgeschlossen. Über 20 ehemalige Reviere in der Region, die sich größtenteils an den Gemarkungen als sogenannte Einheitsreviere für alle Waldbesitzarten orientierten, wurden neu zusammengeführt beziehungsweise im wahrsten Sinne des Wortes durch Ausgliederung des Staatswaldes auseinandergerissen und nur dort, wo kein Staatswald ist, in ihrer alten Strukturen belassen. Das Ergebnis: Elf Kreisreviere und vier Gemeindereviere, die nach aktuellem Plan ab 2020 so bewirtschaftet werden sollen – ganz nach den Vorstellungen der Forstneuorganisation des Landes Baden-Württemberg (PZ berichtete).

Mehrere Anläufe seien für dieses Resultat im zuständigen Forstamt des Enzkreises laut Amtschef Frieder Kurtz nötig gewesen – dabei hätten er und sein Team immer das gesetzte Ziel im Blick behalten: „Wir haben stets versucht, sinnvolle Betriebsgrößen zu schaffen“, erklärt der Amtsleiter. Das sei durch die jetzige Einteilung zwar gut gelungen, allerdings hätten einige wenige komplette Neuerungen nicht vermieden werden können. So habe man etwa die Gemeinden Neulingen und Ölbronn-Dürrn und auch Königsbach-Stein und Eisingen trennen müssen. Trotz dieser Einschnitte zeigt sich der Forstchef zufrieden: „Den Gemeinden war es vor allem wichtig, dass sich so wenig wie möglich verändert und sie zukünftig im Gemeindewald nur einen Ansprechpartner haben. Und das ist uns im Großen und Ganzen gelungen“, hebt er hervor.

Keine Arbeitslosigkeit

Bereits Ende März beziehungsweise Anfang April soll mit der Ausschreibung für die Stellen dieser Ansprechpartner, sprich Revierleiter, begonnen werden. So wenig Auswirkungen wie möglich sollen dabei beim Personal zu spüren sein. „Es wird keiner arbeitslos werden“, macht der Amtschef deutlich. Doch zu Neubesetzungen könne es allemal kommen, denn die ehemaligen Revierleiter müssen sich quasi neu auf ihre eigene Stelle bewerben. Aber: „In der ersten Bewerbungsphase werden die Revierleiter bevorzugt, welche bislang in dem Gebiet tätig sind“, erklärt Kurtz weiter. Damit solle eben der durchaus theoretisch mögliche Wechsel der jetzigen Revierleiter vermieden werden. Geht der Plan auf sollen diese ab 2020 – wie auch der größte Teil im Enzkreis bereits bislang – beim Landratsamt angestellt sein: „Wir gehen davon aus, dass die meisten Gemeinden auch in Zukunft mit uns zusammenarbeiten werden.“ Gemeindeeigene Förster hingegen werden unverändert die Gemeinden Straubenhardt, Neuenbürg, Niefern-Öschelbronn, Mönsheim und Wiernsheim beibehalten.

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