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Nach dem Brand eines Lkw auf der A8 muss die Farbahn erneuert werden. © Ketterl
26.10.2012

Nach Lkw-Brand auf A8: Zwei Fahrstreifen ab 20 Uhr gesperrt

Friolzheim. Nach dem Brand eines Sattelzugaufliegers auf der A8 zwischen Heimsheim und Pforzheim-Süd am Donnerstagnachmittag sind am frühen Freitagmorgen gegen 4.45 Uhr alle Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigegeben worden. Allerdings ist an der Unglücksstelle die Geschwindigkeit noch auf 80 Kilometer pro Stunde beschränkt, da die Fahrbahn noch immer stark verunreinigt ist. Ab 20 Uhr am Freitagabend werden der mittlere und der rechte Fahrstreifen zwischen Heimsheim und Pforzheim-Süd in Richtung Karlsruhe gesperrt, damit der verunreinigte Belag abgefräst werden kann. Die Teilsperrung wird voraussichtlich bis Sonntag andauern.

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Um 15.30 Uhr am Donnerstagnachmittag hatte der 44 Jahre alte Fahrer eines mit Silikon-Öl beladenen Lasters aus Portugal in Höhe Friolzheim den Brand eines Reifens bemerkt. Das Rad hatte nach Polizeiangaben im Radlager blockiert und war dadurch in Brand geraten. Der Fahrer konnte die Zugmaschine noch rechtzeitig abkoppeln. Beim Eintreffen der Pforzheimer Berufsfeuerwehr sowie der freiwilligen Feuerwehren aus Heimsheim, Eutingen und Dillweißenstein stand der Auflieger in hellen Flammen.

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Nach Polizeiangaben sind rund 30.000 Liter des Silikon-Öls, das in Kunststoff-Behältern gelagert war, ausgelaufen. Das Gemisch ist auch in die Kanalisation gelangt und wurde in einem Rückhaltebecken gesammelt. Die Feuerwehren nahmen noch nicht versickertes Material in Spezialbehälter auf. Die vom Silikon spiegelglatte Fahrbahn musste von der Feuerwehr und einer Spezialfima gereinigt werden. Ein Autofahrer, der erste Löschversuche unternommen hatte, wurde dabei verletzt und vom DRK in das Krankenhaus nach Leonberg gebracht.

Die Pforzheimer Feuerwehr war mit 23 Kräften im Einsatz, aus Heimsheim rückten 12 Einsatzkräfte an. Zudem waren die Pforzheimer Autobahnpolizei, die Verkehrspolizei sowie Kräfte vom Revier in Ditzingen und Mühlacker im Einsatz. Auch die Autobahnmeisterei Ludwigsburg und das Umweltamt waren vor Ort. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen etwa 250.000 Euro.

Eine Spezialfirma ist damit befasst, das Silikon-Öl--Löschwasser-Gemisch aus dem Überlaufbecken an der "schwarzen Ausfahrt" Wimsheim abzusaugen. Bisher sind rund 60000 Liter davon mit Entsorgungsfahrzeugen zu einer Spezialfirma gebracht worden. Noch in der Nacht hatten Spezialisten damit begonnen, die rund 2,5 Kilometerlange Leitung der Kanalisation zu reinigen. gk/caw

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