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© dpa
15.07.2011

Nach Raubüberfällen: 16-Jähriger in Psychiatrie

BRETTEN. Nach zwei Raubüberfällen auf junge Frauen am 14. Mai und am 7. Juli in Bretten hat die Kriminalpolizei-Außenstelle Bruchsal einen 16 Jahre alten dringend Tatverdächtigen ermittelt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde der Jugendliche am Donnerstagnachmittag dem zuständigen Richter vorgeführt, der gegen den bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretenen Tatverdächtigen einen Unterbringungsbefehl erließ. Der 16-Jährige wurde zwischenzeitlich in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Wie berichtet, war eine 17-jährige Jugendliche in den späten Abendstunden des 7. Juli im Bereich der Bushaltestelle „Am Engelsberg“ unterwegs, als sich von hinten ein Unbekannter näherte. Kurz danach wurde sie von dem jugendlich wirkenden Täter eingeholt, der ihr den Arm um den Hals legte, leicht zudrückte und sie festhielt. In der Folge zog der Täter die Jugendliche auf den Boden und entriss ihr eine Tasche mit einem Handy und persönlichen Gegenständen der Geschädigten.

Mit noch brutalerer Vorgehensweise war bereits am 14. Mai bei der Stadtbahnhaltestelle „Kupferhälde“ ein versuchter Raubüberfall auf eine 20-jährige Frau begangen worden, der aber erst im Nachhinein bei der Polizei angezeigt wurde. Die Geschädigte war dort in den frühen Morgenstunden von einem Unbekannten angesprochen worden, der die Herausgabe ihres I-Pods verlangte. Da die junge Frau das Gerät nicht herausgab und anfing, laut zu schreien, schlug der ebenfalls jugendlich wirkende Täter ihren Kopf gegen eine Blechwand und stieß sie rücklings auf die Schienen. Dabei wurde die junge Frau leicht verletzt. Der Täter flüchtete ohne Beute.

Auf die Spur des aggressiven Jugendlichen kamen die Ermittler der Kripo Bruchsal nach intensiven Ermittlungen im Bereich der polizeibekannten jugendlichen Täter. Zudem ergab ein Hinweis aus der Bevölkerung weitere Verdachtsmomente gegen den in Bretten wohnhaften 16-Jährigen. Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnräume des Jugendlichen fanden die Ermittler am Donnerstagvormittag das bei der Tat Anfang Juli geraubte Handy sowie weitere entwendete Gegenstände der geschädigten 17-Jährigen. Auch der Raubversuch Mitte Mai konnte dem zwischenzeitlich geständigen Jugendlichen eindeutig zugeordnet werden. Er wurde festgenommen und nach Eröffnung des Unterbringungsbefehls in einer psychiatrischen Einrichtung geschlossen untergebracht.

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