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Ein Schneesturm ist am Dienstagabend über die Region gefegt. © Symbolbild: dpa
05.02.2013

Nach Schneesturm zahlreiche Straßen gesperrt

Pforzheim/Enzkreis. Ein starker Schneesturm hat am Dienstagabend gegen 21.45 Uhr nach Polizeiangaben zu chaotischen Situationen im Straßenverkehr in Pforzheim und im Enzkreis geführt. Zahlreiche Straßen waren nicht mehr passierbar, die Autobahn zwischen Karlsruhe und Pforzheim musste wegen quer stehender LKW zeitweise voll gesperrt werden. Zahlreiche Lastwagen hatten sich hier festgefahren. Vor allem im Baustellenbereich hatten die Streufahrzeuge Schwierigkeiten, durchzukommen.

Mehrere Schwerfahrzeuge mussten durch Kräfte des Technischen Hilfswerkes weggezogen werden.

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Am Mittwochmorgen meldete die Polizei einige kleinere Unfälle aufgrund von Straßenglätte. So hatte sich ein Fahrer auf der Büchenbronner Straße um 6.44 Uhr nicht mehr richtig einfädeln können und prallte auf ein anderes Auto. Um 7.35 Uhr konnte ein Autofahrer in der Carl-Schurz-Straße auf dem Sonnenhof nicht mehr rechtzeitig bremsen und nahm einem anderen die Vorfahrt. Die beiden Autos stießen ineinander. In Mühlacker kam kurz vor 7 Uhr ein Auto aufgrund eisglatter Straßen und zu schnellen Fahrens von der Straße ab und landete im Graben. Auf der K 4533, zwischen Stein und Wössingen blockierte ein Lkw, der in den Graben gefahren war, die Straße. Er musste durch ein Bergungsunternehmen auf die Straße gezogen werden. Auf der B 294, zwischen Abzweigung Dürrn und Bauschlott, war der Bereich der Karlshäuser Senke durch festgefahrene Lastwagen nicht mehr passierbar. Es kam zeitweise zu einem LKW-Stau von 25 bis 30 Fahrzeugen Richtung Bauschlott. Durch Einsatz von Streufahrzeugen des THW und eines Abschleppdienstes war ab 3 Uhr die Bundesstraße wieder befahrbar. Auf der L 565, zwischen Birkenfeld und Straubenhardt war bis 2 Uhr die Straße wegen Glätte nicht mehr befahrbar. Insgesamt ereigneten sich sieben Unfälle mit einem Schaden von rund 30.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

„Die Telefone bei uns läuten ständig, hauptsächlich werden stecken gebliebene Autos und kleiner Unfälle gemeldet“, sagt ein Polizeisprecher Dienstagnacht gegenüber PZ-news. Er stufte die Situation als chaotisch ein. Das Unwetter, das mehrere Zentimeter Schnee auf den Straßen hinterließ, sei überraschend gekommen und die Mitarbeiter der Räumdienste hätten sich ab 22 Uhr im Feierabend befunden. Sie mussten von der Polizei erst wieder alarmiert werden. Diverse Straßen waren in der Nacht nicht mehr passierbar. Laut Polizei besonders kritisch: Unter der neuen Schneedecke hat sich an manchen Stellen Eis gebildet, sodass es für die Autofahrer extrem gefährlich wurde.

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