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Aus der Vogelperspektive heraus hat PZ-Fotograf Georg Moritz die Aufräumarbeiten fotografiert. 

Nach dem Erdrutsch in Bad Wildbad: Diese fünf Bilder zeigen, wie anspruchsvoll das große Aufräumen ist - und was noch zu tun ist

Bad Wildbad. Rund eine Woche, nachdem die Erdmassen auf den Jahnweg in Bad Wildbad herunterstürzten, sind die Aufräumarbeiten mit speziellem Gerät in vollem Gang. Am Wochenende könnte die wichtige Umleitungsstrecke wieder für den Verkehr freigegeben werden – jedoch mit Einschränkungen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatte der Hangrutsch Teile der Straße unpassierbar gemacht. Die PZ lässt ihre Leser in Text und Bild auf die Aufräumarbeiten blicken.

Nicht mehr begehbar ist nach wie vor der Wanderweg vom Parkplatz Marienruhe am Ende des Kurparks bis hoch zum Sommerberg. „Im Moment halten sich die Wanderer auch daran, das Gebiet hier nicht zu betreten“, sagt der zuständige Revierförster Andreas Wacker. Schließlich sei der Weg aufgrund der Aufräumarbeiten auch nicht mehr begehbar.

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Am vergangenen Wochenende dagegen hätten immer wieder Wanderer versucht, über den abgesperrten Pfad nach oben auf den Sommerberg zu gelangen. Wie lange die Wanderstrecke noch gesperrt bleiben muss, ist noch nicht klar.

Noch ist der Jahnweg an der Enz unpassierbar. Dieser Tage waren die Arbeitskräfte damit beschäftigt, die Erd- und Schlammmassen, die auf die Straße gerutscht waren, wegzuräumen. „Mit dem Material haben wir eine Senke aufgefüllt“, sagt Wacker.

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Er kommt nur dann zum Einsatz, wenn herkömmliche Geräte nicht mehr ausreichen: ein Kletterbagger. „Es war nicht einfach, dieses spezielle Gerät zu bekommen“, erklärt Wacker. Der Bagger einer Spezialfirma aus Baiersbronn kriecht nun den Hang nach oben.

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Seine Besonderheit: Er kann sich durch seine Schreitbeine immer wieder in eine waagerechte Position bringen. Laut Wacker kommen diese Bagger sonst hauptsächlich im Gebirge zum Einsatz. „Da der Untergrund immer noch feucht ist, ist das eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für den Baggerführer“, so Wacker.

Die wichtigste Aufgabe des Schreitbaggers ist es nun, Steine zu setzen und so einen Riegel zu erschaffen, der ein weiteres Abrutschen des Hangs künftig verhindern soll. „Wir haben zum Glück Steine auf Vorrat, die wir jetzt alle hierher bringen, denn wir brauchen sehr, sehr viele“, sagt Wacker.

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Bis zum Wochenende sollen die Steine gesetzt sein, so dass der Jahnweg dann auch wieder für den Verkehr freigegeben werden kann – zumindest vorerst. „Die Arbeiten sind dann noch nicht beendet, eventuell brauchen wir für die kommende Zeit eine Ampelregelung“, so Wacker.

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Carolin Weiß

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Georg Moritz

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