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19.04.2010

Nach erster Tempokontrolle gleich in die zweite gerast

NEUENBÜRG. Wenn schon, denn schon. Oder: Einmal ist keinmal. Ob der 37-jährige Motorradfahrer an solche Sprüche gedacht hat, als er am Sonntag gegen 11 Uhr auf der Landesstraße 340 bei Neuenbürg gleich zweimal von der Polizei wegen überhöhter Geschwindigkeit kontrolliert wurde? "Uneinsichtig" habe er sich gezeigt, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Ungeschickt war es auf jeden Fall, dass der Biker bei der ersten Kontrolle gefragt haben soll, ob er denn noch einmal gemessen werde, wenn er jetzt weiterfahre.

Bei der ersten Geschwindigkeitskontrolle hatte die Polizei 155 Stundenkilometer gemessen, obwohl für normale Verkehrsteilnehmer wie auch für den 37-Jährigen auf dieser Landstraße nur 100 Stundenkilometer erlaubt waren. Nach Beendigung der Verkehrskontrolle habe der Motorrad-Fahrer gefragt, ob er denn im weiteren Verlauf seiner Ausfahrt nochmals gemessen würde. "Tatsächlich fuhr er dann mit erkennbar stark erhöhter Geschwindigkeit davon", meldet die Polizei. Klarer Fall, dass die Polizisten dieser Herausforderung nicht tatenlos zusehen wollten. Der Motorradfahrer wurde nochmals gemessen und war dann 19 Stundenkilometer zu schnell.

Das Verhalten des Motorradfahrers wertet die Polizei nun als Vorsatztat. Unter dieser Voraussetzung muss der Biker nun davon ausgehen, dass seine Strafe fürs Rasen auf der Landstraße empfindlicher als üblich ausfallen dürfte. pol