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Foto: Symbolbild © dpa
14.09.2016

Nach schwerem Unfall in Neuenbürg: Wohin mit dem toten Pferd?

Es war ein schrecklicher Unfall, der sich am Dienstagmorgen gegen 3 Uhr zwischen Neuenbürg und Schwann ereignete. Ein Zeitungsausträger der „Pforzheimer Zeitung“ prallte mit seinem VW-Caddy gegen ein entlaufenes Pferd und verlor die Kontrolle. Erst an einem Baum kam das Auto des 56-Jährigen zum Stehen.

Schwer verletzt musste der Mann von der Feuerwehr aus dem Auto befreit werden. Glücklicherweise überlebte er den Unfall. Weniger Glück hatte dagegen das Pferd. Das Tier verstarb noch an der Unfallstelle.

Der Kadaver allerdings konnte aufgrund seines Zustandes erst Stunden später geborgen werden. Doch was passiert eigentlich mit einem toten Tier nach einem solchen Unfall? Laut Veterinäramt wird der Kadaver zunächst zu einer Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht. Dort wird das Tier geschreddert und gekocht. Die Reste werden zu Pulver und anschließend zu Zement verarbeitet. Dieser Vorgang mag sich für den ein oder anderen zwar schrecklich anhören, ist jedoch extrem wichtig, um die Gefahr einer Tierseuche zu bannen. Durch Hitze und Druck werden gefährliche Viren und Bakterien abgetötet.

Derweil gab die Polizei bekannt, dass die Halterin des entlaufenen Tieres ermittelt werden konnte. Dies geschieht laut Veterinäramt in der Regel mit der Hilfe eines Chips, den die Pferde unter der Haut tragen müssen. Seit 2009 ist es in der Europäischen Union Pflicht, dass jeder Halter einen sogenannten Equidenpass – also ein Identitätsdokument – für seine Pferde vorweisen muss. Eine Frage bleibt aber weiterhin offen. Warum befand sich das Pferd auf der Landstraße? Darauf konnte die Polizei noch keine Antwort geben.

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