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Beim zweiten Jugendforum begrüßen Bürgermeister Frank Spottek (stehend) und Jugendreferentin Nathalie Raum Jugendliche und Gemeinderäte.  Foto: Tilo Keller 

Nachwuchs geht gut vorbereitet ins Tiefenbronner Jugendforum

Tiefenbronn. Die Gemeinde Tiefenbronn steigt verstärkt in die Arbeit mit dem Nachwuchs ein. Zum zweiten Jugendforum, das das Thema Jugendraum in den Mittelpunkt rückte, waren am Freitagabend allerdings nur zehn Jugendliche gekommen. Diese hatten sich allerdings intensiv mit der zukünftigen Gestaltung ihres Jugendraums beschäftigt. Auch Bürgermeister Frank Spottek, Hauptamtsleiter Manuel Rausch und einige Gemeinderäte haben an der Auftaktveranstaltung teilgenommen.

Kurz vor der Veranstaltung erklärte Spottek im Gespräch mit der PZ, dass es vor etwa zwei Jahren schon einmal einen Jugendraum gegeben habe, der sich nach dem ersten Jugendforum der Gemeinde gebildet hatte. Die Jugendlichen verwalteten ihren Jugendraum im Untergeschoss des alten Pfarrhauses damals selber, was aber nicht lange währte.

Eine Stelle für die örtliche Jugendarbeit wurde dann in Zusammenarbeit mit „miteinanderleben“ ausgeschrieben. Allerdings sind darauf keine Bewerbungen eingegangen. Stattdessen wurde der Kids Club für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren ins Leben gerufen, der durch eine Mitarbeiterin der Bildungsregion, mit Anstellung bei der Verbandsschule im Biet, geleitet wurde. „Im Bewerbungsprozess für eine Erzieherin sind wir zufällig auf Nathalie Raum gestoßen“, berichtete Spottek über die aktuelle Entwicklung. Sie habe sich bereiterklärt, die Stelle der Jugendreferentin für die öffentliche Kinder- und Jugendarbeit in Tiefenbronn zu übernehmen. Dafür ist sie inzwischen bei der Gemeinde mit einer 50-Prozent-Stelle angesiedelt.

Diskokugel begehrt

Raum leitet jetzt in Tiefenbronn nicht nur den Kids Club mit je zwei Stunden Öffnungszeit in der Woche, sie plant den Jugendraum, auch für Jugendliche ab 13 Jahren anzubieten. Spottek sieht das Angebot als Anlaufpunkt für die Jugend, aber auch als Gelegenheit, die Jugendlichen am Gemeindeleben zu beteiligen. Die Jugendreferentin soll als Verbindung zwischen Verwaltung und Jugendlichen fungieren. Um die Vorstellungen und Wünsche des Nachwuchses zu ihrem Jugendraum abzufragen, hatte Raum das zweite Jugendforum einberufen. Etwas enttäuscht war sie, dass nur zehn Jugendliche kamen, gerechnet hatte sie mit wesentlich mehr Resonanz.

Begeistert zeigte sie sich über die Mitwirkung der anwesenden Jugendlichen, die sich mit konkreten Vorstellungen und Wünschen einbrachten. „Es kamen coole Ideen, auch sehr bodenständige“, stellte sie fest. Dazu gehörte unter anderem der Wunsch nach einer Faschingsveranstaltung für die Jugendlichen, die Teilnahme an der Tiefenbronner Veranstaltung Abend des Lichts und sportliche Ausflüge, wie Radfahren oder Wandern. Bei der Gestaltung des Jugendraums zeigten sich die Teilnehmer eher bescheiden. „Die größte Anschaffung ist eine Diskokugel“, merkte Raum an. Auch ein Grillplatz im Außenbereich des Jugendraums soll verwirklicht werden.

Aufgenommen wurden zusätzlich die Wünsche der Öffnungszeiten. Zukünftig soll der Jugendraum an drei Tagen insgesamt zwölf Stunden geöffnet haben. „Die Ergebnisse müssen noch ausgewertet und die Öffnungszeiten konkret festgelegt werden“, erklärte Raum. Ab 1. Juli soll es dann so richtig losgehen. Mit ihren Besuchen bei Vereinen und der Organisation diverser Veranstaltungen hofft sie, noch mehr Jugendliche für den Jugendraum zu begeistern.