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Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

An die guten alten Zeiten der Hitparade erinnerten die Rot-Weiß-Funken mit dem „älteren Ehepaar“ (Mitte hinten, von links) Jonathan Reinke und Larissa Bossert in einer Mischung aus Showtanz und Sketch. Foto: Ossmann
Für Begeisterung bei der Prunksitzung der Honigschlecker sorgten die Weilermer Trauerweiber mit (von links) Alexandra Reuther, Yvonne Wölk, Sabine Beinhardt und Petra Trägner. Foto: Ossmann
Profi in der Bütt: Christoph Stirl mit seiner Persiflage zum Weihnachtsmarkt. Foto: Ossmann
04.02.2018

Närrische Hingucker: Honigschlecker in Weiler begeistern mit Prunksitzung

Keltern-Weiler. Mit einem spritzig–witzigen Programm, und vor allen Dingen mit beeindruckenden Tanz- und Showauftritten haben die Weilermer Honigschlecker über 300 Besucher überzeugt. Damit haben die rund 70 Akteure bewiesen, dass die Honigschlecker nach 35 Jahren nichts an Dynamik und Begeisterung verloren haben. So scheint mit der offiziellen Faschings-Vereinsgründung im vergangenen Jahr auch der Generationenwechsel gelungen.

Bildergalerie: Weilermer Honigschlecker mit närrischen Hinguckern

Dem Grund- und Erfolgsrezept des Weilermer Faschings, der ausschließlich auf Eigengewächse setzt, ist man treu geblieben. Allerdings gibt es seit diesem Jahr nur noch eine anstatt bisher zwei Prunksitzungen. Der Heiterkeit tat dies keinen Abbruch. Vielmehr konnte man fast den Eindruck gewinnen, dass die Akteure umso mehr ihre Energie auf den, im doppelten Wortsinn, einmaligen Auftritt verwenden würden.

Souverän vom Elferrat unter Vorsitz von Sandra-Lutz Becker geleitet und von Rüdiger Strengfeld mit-moderiert war schon der erste Programmteil beeindruckend. Neben dem Gardetanz der Rot-Weiß-Funken unter Leitung von Angie Becker und Larissa Bossert, war der Showtanz der Kleinsten, der Narrensamen der „Honigbienen“, unter dem Motto „1001 Nacht“ und unter der Leitung von Daniela Albrecht und Janina Schäfer ein Hingucker. Nicht minder beeindruckend waren auch die Lila-Weiß-Funken unter Leitung von Sandra Ganze, Corinna Müller-Scholl und Monika Müller bei ihrem Auftritt „Sofia“.

Ein choreographischer Höhepunkt waren die Rot-Weißfunken mit ihrer „Hitparade“ – einem Mix aus Showtanz und Sketch, gespielt von Larissa Bossert und Jonathan Reinke. Während die Showtanzanlagen ebenso wie der Auftritt der Hexen mehr was für’s Auge waren, waren Christoph Stirl in der Bütt mit seinem „Weihnachtsmarkt“ und die Weilermer Trauerweiber mehr was für die Ohren und Lachmuskeln. So besangen die Trauerweiber Sabine Beinhardt, Petra Trägner, Yvonne Wölk und Alexandra Reuther, am E-Piano begleitet von Steffi Kulmus lokale Geschehnisse. „Jimmy“ alias Markus Eberle begeisterte mit dem Song „Achterbahn“. Hingucker waren im zweiten Teil des Abends dann nicht nur die Gardemädchen, sondern vielmehr die Männertanztruppe unter Leitung von Ramona Schwerdtle als Schlümpfe und später als „Wilde Mexikaner“ unter dem Motto „Weiler Spaß will“ unter Leitung von Simone Friedrich und Daniela Albrecht. Lachmuskelmassage gab’s von Liane Bossert und Karin Schäfer mit dem Sketch „Die Oine unn die Anner“ sowie von Jens Schroth und Rene Strengfeld in der Parodie als „Dick & Doof“. Beeindruckend war abschließend auch der Showtanz „The Walking“ Dead“ geleitet von Ilona Eberhardt und Ramona Schwerdtle. Zum Schluss schlüpfte Markus Eberle in die gesangliche Rolle von Andreas Gabalier und sorgte mit dem „Hulapalu“ dafür, dass der Saal bebte und das Publikum nach einer Saalpolonaise an die Bar oder auf die Tanzfläche mit DJ Andi entlassen werden konnte.

Mit dem närrisch-bunten und tänzerisch-optisch gelungenen Abend haben die Honigschlecker bewiesen, dass der Weilermer Fasching auch in Zukunft seinen Fortbestand haben wird. Dies freute den frischgebackenen Vorsitzenden der Honigschlecker, Walfried Wölk.