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Eine Pyramide symbolisiert den Willen der Narren, alles auf die Spitze zu treiben. Foto: Weber

„Narri-Narro“ in Ittersbach mit mehr als 12.000 Besuchern

Karlsbad-Ittersbach. Wahres Kaiserwetter sorgte für ideale Rahmenbedingungen beim großen „Narri-Narro“ in Ittersbach. Im Jahre des 35-jährigen Bestehens der Ittersbacher Narrenzunft hat sich der Umzug im Karlsbader Ortsteil längst zu einem Höhepunkt der Straßenfasnacht in der Region entwickelt.

Offensichtlich sorgten die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, weshalb viele Besucher aus dem Industriegebiet zu Fuß in den Umzugsbereich laufen mussten, für keinen spürbaren Publikumsrückgang. So säumten am Sonntag über 12.000 Besucher, immer wieder schunkelnd, bei bester Stimmung den zwei Kilometer langen Umzugsverlauf. Immerhin 77 Gruppierungen mit mehr als zweitausend Teilnehmern, darunter etwa 1600 Hästräger, zelebrierten Brauchtumsfasnacht. Dabei kann man immer wieder neue Formationen aus den Fasnethochburgen begrüßen. „Unser Umzug genießt unter den Fasenachtern einen sehr guten Ruf“, so Manuel Ochs vom Zunftmeister-Trio.

Erstmals in Ittersbach mit dabei waren die lustigen „Zähringer Burgnarren“ aus Freiburg mit lachender Maske und einem mit 26 Glocken bestückten Häs in den badischen Farben. Gruselig hingegen die Siebenmühlental-Hexen aus Musberg mit ihren überlangen Backenzähnen oder die Bärenlochhexen aus Hörden mit dem riesigen Bär an der Eisenkette, den es immer wieder zu zähmen galt. Wiederholt eine Attraktion: die „Philippsburger Geese“ mit ihren drolligen Tiermasken aus Lindenholz.

Für den Marschrhythmus des närrischen Lindwurms sorgten zahlreiche Musik und Guggen-Musiker oder Fanfarenzüge. Darunter die „Chaos Moggel“ aus Schöllbronn, die „Dannazäpfle“ aus Schielberg, die „Radaugugge“ aus dem Spessart, die „Bü-Hoi Cravallos“ aus Büchenbronn, die Narrenkapelle des Ittersbacher Musikvereins oder der Fanfarenzug aus Schwann. Lateinamerikanischer Flair im bunten Tross brachte erstmals eine portugiesische Trommlergruppe aus Pforzheim. Der Raum Karlsruhe/Ettlingen war unter anderem vertreten durch die Welschkorn-Narren aus Forchheim, die Narrengilde Ettlingen mit ihren „Schlosseulen“, die Waldbronner Hexen, die „Rieberger Moorschlammbe“ aus Durlach oder die Narren aus Waldprechtsweier mit ihren gefürchteten „Nachtschrecks“.

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