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Stets Magnetwirkung haben die Naturpark-Märkte, wie hier in Diefenbach. Sie sollen auch wieder aufleben, sobald die Pandemie eingedämmt ist. Archiv foto: Kollros 

Naturparks in der Region sollen nach Corona wieder neu aufblühen

Maulbronn-Zaberfeld. Gut vier Jahrzehnte nach seiner Gründung um 1980 steht der Naturpark Stromberg-Heuchelberg vor einer Weichenstellung in die fünfte Dekade seines Bestehens – überschrieben mit „Zukunftsstrategie 2030“. Dazu haben der Vorsitzende des Naturparkvereins, Maulbronns Bürgermeister Andreas Felchle und Geschäftsführer Dietmar Gretter, in einer digitalen Pressekonferenz fünf anstehende „Handlungsfelder“ vorgestellt.

Felchle rief dabei in Erinnerung, dass ein Naturpark „kein für die Menschheit gesperrtes Refugium“ darstelle, „Ganz im Gegenteil.“ Die sieben Naturparke in Baden-Württemberg würden „wichtige Impulse für ein nachhaltiges Handeln im ländlichen Raum“ setzen, ergänzte der Geschäftsführer. Wofür das Land regelmäßig Millionen für die Umsetzung einschlägiger Maßnahmen zur Verfügung stelle – allein für die knapp 41 000 Hektar umfassende Naturpark-Kulisse des Stromberg-Heuchelberg-Gebiets zwischen Bretten im Westen sowie Eppingen und Sachsenheim im Osten würden aus dem Landeshaushalt aktuell rund drei Millionen Euro für Naturparkprojekte bereitgestellt, so Vorsitzender Felchle.

Auf vielfältige Weise engagiere sich der Trägerverein als Dachorganisation von 25 Mitgliedsgemeinden in vier Landkreisen für die Zielsetzungen im Naturpark. Angefangen von Bildungsprojekten wie sogenannten Naturparkschulen, etwa in Kürnbach, bis hin zu Projekten wie „Blühender Naturpark“ mit der Einsaat von Blumenwiesen auf einer Fläche von zuletzt 22 Hektar im Bereich von über 160 Einzelmaßnahmen.

Um die Bevölkerung, der die Naturschätze vor ihrer Haustür oftmals gar nicht ausreichend bekannt seien, darauf aufmerksam zu machen, würden die Trägervereine regelmäßig aktuelle Broschüren auflegen, um die Öffentlichkeit zu animieren: etwa nach dem Motto „raus aus dem Alltag, rein in die Naturparks“, so Geschäftsführer Gretter.

Weitere Handlungsthemen seien eine nachhaltige Kommunal- und Regionalentwicklung durch Stärkung entsprechender Wertschöpfungsketten und grundsätzlich regionales Wirtschaften.

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